Matthias Höhn

Auf die Plätze…

Matthias Höhn

Bayern-Wahl… mmmh. Klar bin ich enttäuscht, wie wir alle. Klar ist es schade, dass wir den Einzug nicht geschafft haben - nicht nur für uns, auch für die CSU hätte es mich gefreut. Aber lassen wir jetzt den Kopf hängen? Nein, garantiert nicht! Der Wahlkampf für ein gutes Ergebnis aus Bayern für unser Gesamtergebnis am kommenden Sonntag wird fortgesetzt werden - jetzt erst recht, da bin ich mir sicher.

Vieles könnte ich schon jetzt von positiven Reaktionen aus dem ganzen Land auf unseren Wahlkampf berichten. Vom Lob für unsere Plakate und Großflächen aus Werbe-Fachkreisen - für die Sichtbarkeit und Deutlichkeit unserer Aussagen. Damit haben es ja nicht alle Parteien so. Von der guten Stimmung bei unseren Wahlveranstaltungen auf Plätzen und in Sälen. Von der Resonanz auf unsere Rednerinnen und Redner - allen voran Gregor und Sahra. Von den vielen Zuschriften von Wählerinnen und Wählern, die sich von unserem TV-Spot angesprochen fühlen. Von der Begeisterung, wenn wir in Talkshows den Applaus abräumen. Von den vielen Podiumsdiskussionen, in denen Kandidatinnen und Kandidaten erfolgreich für unsere Inhalte streiten. Von den Initiativen von Künstlern, Gewerkschaftern, Migrantinnen und Migranten, die zur Wahl der LINKEN aufrufen. Von den unermüdlichen Aktivitäten, die Genossinnen und Genossen an Infoständen und beim Plakate hängen zeigen…

All das freut mich, sollte uns stolz machen und anspornen, das Lob und das Interesse an uns am 22. September auch in Stimmen für uns und unsere Politik umzumünzen.

Eines möchte ich aber ausdrücklich und herausgehoben erwähnen: Seit August haben über 550 Menschen den Weg zur LINKEN gefunden und gegenüber dem Parteivorstand ihren Eintritt in die Partei erklärt - viele sind dabei noch nicht mitgezählt, die diesen Schritt in ihrem Kreis- oder Landesverband gewagt haben. Herzlich willkommen!

Die hohe Zahl an Neueintritten ist für mich ein deutlicher Beleg dafür, dass wir mit unserer Kampagne richtig lagen, die richtigen Themen gesetzt haben und vor allem, dass wir als ernsthafte, konstruktive und glaubwürdige politische Kraft wahr- und angenommen werden. DIE LINKE ist das Original bei sozialer Gerechtigkeit und die Entwicklung bei den Eintritten zeigt, dass Wählerinnen und Wähler das sehr wohl wissen.

Und deshalb werden wir unsere "Markenkerne" auch in den verbleibenden wenigen Tagen wieder und wieder benennen:

  • Wer einen gesetzlichen Mindestlohn will, von dem man leben kann und der gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht, muss DIE LINKE wählen.
  • Wer eine Rente will, die den Lebensstandard sichert und vor Altersarmut schützt, muss DIE LINKE wählen.
  • Wer das demütigende Hartz-IV-System satt hat und für eine sanktionsfreie Mindestsicherung ist, muss DIE LINKE wählen.
  • Wer will, dass der Osten im politischen Alltag nicht vergessen wird, muss DIE LINKE wählen.
  • Wer Nein zum Krieg sagt, muss DIE LINKE wählen.

Und wer nach acht langen Jahren genug hat von Merkel und einen echten Politikwechsel hin zu sozialer Gerechtigkeit will -, der kommt an der LINKEN nicht vorbei. Am Sonntag heißt es: Merkel oder DIE LINKE!

In den letzten Tagen werden wir noch einmal alles geben und ich will schon vorher DANKE sagen. Noch einmal gilt es: Auf die Straßen… Auf die Plätze… fertig… los!

PS: Ich würde mich freuen, wenn wir unser Ergebnis am kommenden Sonntag im Kesselhaus der Berliner Kulturbrauerei gemeinsam feiern.