Sondernewsletter: Netzwerk gegen Kinderarmut


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Die Bundestagsfraktion der LINKEN will den politischen Druck gegen Kinderarmut erhöhen. Dazu hat sie ein „Netzwerk gegen Kinder­armut“ einberufen. Dieses soll Expertise in- und außerhalb der Partei DIE LINKE versammeln und die Grundlage für einen Plan zur Bekämpfung von Kinderarmut in Deutschland erarbeiten.

Auf der kommunalen Ebene erreichen wir die Adressaten und Akteure dieses Prozesses. Es gibt schon vielerorts vielfältige Maßnahmen, Aktivitäten und Initiativen. Es gibt aber Nichts, was nicht noch verbessert, konkretisiert und zusammengeführt werden kann. Dieser Newsletter soll ein weiterer Baustein dazu sein. Hier geht es zum Netzwerk gegen Kinderarmut.

Kinderarmut und Reichtum in Deutschland - eine Studie von Prof. Dr. Michael Klundt

«Ene, mene, muh, und raus bist du!» Das Kind, auf das mit der letzten Silbe dieses bekannten Abzählreims der Finger zeigt, ist raus aus dem Spiel und muss fortan daneben sitzen und zusehen. Ähnlich wirkt sich auch Armut auf das Leben von Kindern aus – nur ungleich dramatischer.

«Lebensqualität, Bildung, Gesundheit und Zukunftschancen von Kindern sind durch das Aufwachsen in Armut massiv beeinflusst», fasst Prof. Dr. Michael Klundt von der Hochschule Magdeburg-Stendal die Auswirkungen von Armut auf das gesamte Leben zusammen. Was der Autor der Studie «Ene, mene, muh, und raus bist du? Kinderarmut und Reichtum in Deutschland» so schlicht und prägnant formuliert, ist ein handfester Skandal. Kinderarmut in einem der reichsten Länder der Welt kommt nicht aus dem Nichts, sondern ist direkte Folge politischer Entscheidungen. Dabei erleiden arme Kinder in Deutschland kaum absolutes Elend oder bedrohlichen Hunger. Verglichen mit dem durchschnittlichen Lebensstandard sind sie jedoch mit Entbehrungen, Ausgrenzungen und Benachteiligungen konfrontiert.

Die Studie von Prof. Dr. Michael Klundt kann hier als pdf.Datei heruntergeladen werden.

Muster für eine kommunale Anfrage zu Armut und Armutsgefährdung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Wir haben für Euch eine Musteranfrage zum Thema Armut von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen erarbeitet, die ihr so - oder von Euch der eigenen kommunalen Situation angepasst - verwenden könnt. Hier findet ihr die Anfrage in der Kommunalen Datenbank.

Wir freuen uns, wenn wir von Euch Rückmeldungen dazu erhalten - gern auch mit der Antwort Eurer Verwaltung. 

Welche Schritte können vor Ort auf den Weg gebraucht werden?

Wie ist die Situation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor Ort?

Hier kann durch die Musteranfrage nach der finanziellen, ökonomischen Situation gefragt werden. Allein die Statistik von Arbeitsamt und Jobcenter reichen nicht aus, weil auch viele Menschen mit Arbeitsplatz für eine gleichberechtigte Teilhabe zu wenig verdienen. Zusätzlich kann hier nachgefragt werden, welche Wirkungen tatsächlich durch das Bildungs- und Teilhabepaket erreicht werden.

Welche Hilfsangebote existieren vor Ort?

Hier kann die breite Angebotspalette der Wohlfahrtsverbände, Kinder- und Jugendstruktur hinterfragt werden. Kommen die Angebote der einzelnen Institutionen tatsächlich so an, dass sie eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen?

Welche konkreten Maßnahmen, Beschlüsse, Aktionen gegen Kinderarmut gibt es bereits bei Euch?

Es gab in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Anträge zum Prozess "Kinderfreundliche Kommune". Wie sieht es hier mit der Nachhaltigkeit aus? Was wurde fortgeführt? Was muss konkretisiert, verändert werden? Was kann vernachlässigt, abgeschafft werden?

Maßnahmenkatalog

Der Gesetzgeber, hier vor allem der Bund, besitzt sowohl mit der Höhe von Regelsätzen oder Kindergeld und dem Ändern des bisherigen Adressaten von Kindergeld, und - dies ist unsere Forderung - mit der Einführung einer eigenständigen, elternunabhängigen Kindergrundsicherung Stellschrauben um die akute Situation von Kindern und Jugendlichen zu verändern.

Solange das nicht greift, müssen vor Ort konkrete Aktionen und Maßnahmen gefunden werden, die Armut mildern und beseitigen und damit Teilhabe ermöglichen. Dieses könnte in einem konkreten Aktionsplan münden, den das jeweilige Gremium beschließt.

Hier dazu einige Vorschläge:

Einführung eines kommunalen Kinderarmutschecks: Welche Auswirkungen hat welche kommunale Entscheidung auf Kinder?

Entwicklung und Umorientierung der Kinder- und Jugendhilfe vor Ort. Sicherung einer auskömmlichen Finanzierung der Angebote, Netzwerk gegen Kinderarmut als Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfeplanung.

Verpflegung von Kindern und Jugendlichen in den Bildungseinrichtungen.

Teilhabemöglichkeiten an schulischer und außerschulischer Bildung.

Teilhabemöglichkeiten an Kultur und Sport entsprechend der Interessen und Fähigkeiten, nicht des Geldbeutels der Eltern.

Schulabschlusssicherung, Ausbildungsmöglichkeiten - Berufsorientierung

Freizeitgestaltungsmöglichkeiten

Kinderbeauftragte, Runder Tisch gegen Kinderarmut, lokale Netzwerke...

Kontakte

Susanna Karawanskij, MdB
Sprecherin für Kommunale Finanzen der Linksfraktion im Bundestag
Telefon: 030 227 73677
Telefax: 030 227 76678
Platz der Republik 1
11011Berlin
E-Mail: susanna.karawanskij@bundestag.de
Web: www.susanna-karawanskij.de

 

Kerstin Kassner, MdB
Kommunalpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag
Tel.: 030 227 75152
Fax: 030 227 75150
Büro: Platz der Republik 1
11011 Berlin
Mail: kerstin.kassner@bundestag.de katrin.kunert@bundestag.de
Web: www.kerstin-kassner.de 

 

Ralph Kummer
wissenschaftlicher Mitarbeiter von Susanna Karawanskij
Telefon: 030 227-73678
Telefax: 030 227-76678
Platz der Republik 1
11011 Berlin
E-Mail: susanna.karawanskij.ma02@bundestag.de

 

Claudia Leonhardt
wissenschaftliche Mitarbeiterin von Kerstin Kassner
Tel.: 030 227 75151
Fax: 030 227 76150
Büro: Platz der Republik 1
11011 Berlin
Mail: kerstin.kassner.02@bundestag.de

 

Olaf Schroers
Büroleiter Kerstin Kassner
Tel.: 030 227 75152
Fax: 030 227 76150
Büro: Platz der Republik 1
11011 Berlin
Mail: kerstin.kassner.ma01@bundestag.de

 

Tobias Bank
Referent für Kommunalpolitik
Tel.: 030 227 53161
Büro: Platz der Republik 1
11011 Berlin
Mail: tobias.bank@linksfraktion.de 


Felicitas Weck
Referentin Bund-Länder-Koordination
Tel.: 030 227 52114
Fax: 030 227 56411
Mobil: 0174 9122351
Büro: Platz der Republik 1
11011 Berlin
Mail: felicitas.weck@linksfraktion.de

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