Chronik der LINKEN

Die Chronik der LINKEN ist ein Projekt, bei dem alle Mitglieder und Sympathisantinnen und Sympathisanten der Partei zum Mitmachen eingeladen sind. Ziel ist es, alle wichtigen Ereignisse festzuhalten und zu dokumentieren, die in ihrer Gesamtheit die Geschichte unserer noch jungen Partei ausmachen. Wer also feststellt, dass ein wichtiges Ereignis nicht erfasst ist, kann sich sofort als Chronistin oder Chronist registrieren und den Eintrag sofort selbst vornehmen.
Man kann es auch so sagen: Wir haben Geschichte geschrieben, jetzt schreiben wir sie auf.

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Chronik

Kapitulation der Arbeiterbewegung war Teil der Katastrophe

Der Sprecherrat verabschiedete anlässlich des 100. Jahrestages des Ausbruchs des 1. Weltkrieges eine Erklärung, die an die Zustimmung zu den Kriegskrediten im Reichstag erinnert. Mit ihrem Verzicht auf Opposition für die Kriegsdauer trug die Mehrzahl der sozialistischen Parteien in Europa eine "eine ganze Epoche der Arbeiterbewegung zu Grabe". Mit ihrer Zustimmung zu den Kriegskrediten übernahm sie auch "die politische Mitverantwortung für millionenfachen Tod und millionenfaches Elend". Es dauerte bis Anfang Dezember 1914, ehe Karl Liebknecht mit seinem Nein zu den Kriegskrediten ein europaweit beachtetes Zeichen und ein Signal für eine sich neu formierende antimilitaristische Opposition setzen konnte. Das Nein zu Kriegen bleibt die wichtigste Lehre aus den Ereignissen vor einhundert Jahren. Sie ist von beklemmender Aktualität.