Der rote Felsen ist jetzt noch roter

Der Ortsverband der LINKEN auf Helgoland (und die ganz Partei) freut sich: Mit 16,1 Prozent der Stimmen und 2 von 13 Sitzen zieht DIE LINKE in den neu gewählten Gemeinderat von Deutschlands einziger Hochseeinsel ein. Die Helgoländer LINKE hat damit landesweit das beste Ergebnis in einer Kommune bekommen.

Das gute Abschneiden der Partei DIE LINKE auf Helgoland ist ein Zeichen dafür, dass DIE LINKE nicht nur im Westen angekommen ist, sondern auch auf kommunaler Ebene in westdeutschen Gemeinden eine ernstzunehmende politische Kraft ist. Mit 16,1 Prozent der Stimmen und 2 von 13 Sitzen zieht DIE LINKE in den neu gewählten Gemeinderat von Deutschlands einziger Hochseeinsel ein. Die Helgoländer LINKE hat damit landesweit das beste Ergebnis in einer Kommune bekommen. Dies ist auch ein Signal für die 2010 stattfindende Landtagswahl in Schleswig-Holstein.

Der Helgoländer Hans Hinrich Stühmer wird für DIE LINKE in den neu gewählten Kreistag in Pinneberg einziehen. Er bekam im Helgoländer Wahlkreis 17,3 Prozent der Stimmen und errang damit das beste Ergebnis im Kreis Pinneberg als Direktkandidat. Der 68-jährige, der 2003 das Direktmandat für die SPD holte, ist seit Anfang des Jahres Mitglied der Linkspartei.

Der Helgoländer Wahlkampf fand in früheren Zeiten nur per Postwurfsendung und Mundpropaganda statt. Mit Infotischen, einem detailliert ausgearbeitetem Wahlprogramm und der persönlichen Präsens der KandidatInnen hat die Partei DIE LINKE auf Helgoland eine neue Form des Wahlkampfes eingeführt, der die anderen, zur Wahl angetretenen politischen Kräfte überrascht hatte.

Die Schwäche der zur Zeit noch im Gemeinderat sitzenden Parteien und das Persönlichkeitswahlrecht sind eine weitere Ursache für das gute Ergebnis der Linkspartei. Der 1. Sprecher des Ortsverbandes Helgoland Gerwin Bastrup sagte: "Für uns fängt die Arbeit eigentlich jetzt erst an. Es ist wichtig, dass Politik wieder öffentlich wird. Hier auf Helgoland war es bisher üblich, dass die Verwaltung Vorschläge machte und der Gemeinderat nur noch abnickte. Das wird sich jetzt ändern. Wir werden auch nach der Wahl mit persönlicher Präsens aufwarten und die HelgoländerInnen in Entscheidungsprozesse einbinden, und sie informieren was im Gemeinderat beschlossen wird. Das gab es vorher nicht."

Besonders große Unterstützung erfuhr DIE LINKE auf Helgoland durch die Landessprecherin von Schleswig-Holstein, Antje Jansen. Sie hat immer zum Ortsverband Helgoland gestanden und ihm viel Kraft gegeben. Auch der Besuch des, am 24. Mai wiedergewählten, Bundesparteivorsitzenden Lothar Bisky vor zwei Wochen, hat die Helgoländer LINKE in ihrer Arbeit bestärkt.

Die neue Linksfraktion wird am Dienstag zusammentreffen und den weiteren politischen Weg offen diskutieren. Parteiübergreifende Zusammenarbeit und das Einbinden der Bevölkerung in die Entscheidungen des Gemeinderats sind eine Grundvoraussetzung die Probleme Helgolands zur Zufriedenheit aller zu lösen. DIE LINKE. Ortsverband Helgoland wird sich dem nicht entziehen und hofft auf eine gute Zusammenarbeit.