Erfolgreiche gewerkschaftspolitische Konferenz der LINKEN in Bochum

Der designierte Parteivorsitzende Klaus Ernst, Oskar Lafontaine und der Spitzenkandidat der NRW-Linken Wolfgang Zimmermann betonen die Gemeinsamkeit mit dem DGB im Kampf gegen Niedriglohn und Leiharbeit. Die Konferenz stand unter dem Eindruck des Landtagswahlkampfes in Nordrhein-Westfalen.

Am heutigen Samstag hat in Bochum die gewerkschaftspolitische Konferenz der Bundesarbeitsgemeinschaft "Betrieb & Gewerkschaft" der Linken stattgefunden. Über 200 Kolleginnen und Kollegen hörten zum Auftakt eine kämpferische Rede des designierten Parteivorsitzenden Klaus Ernst:. Er sagte unter anderem:

"Durch Leiharbeit, Befristung und prekäre Beschäftigung sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Betrieben zu Duckmäusern gemacht werden. Das will DIE LINKE nicht. Wir wollen nicht, dass Demokratie an den Betriebstoren endet. Wir werden weiter gegen die HARTZ-Gesetze kämpfen, die ein Mittel zur Disziplinierung der Beschäftigten in den Betrieben ist, die heute bereit sind, Dinge zu akzeptieren, die vor  15 Jahren noch dazu geführt hätten, dass sie mit der Keule gegen die Arbeitgeber vorgegangen wären. HARTZ gehört abgeschafft, die Liberalisierung des Arbeitsmarktes muss zurückgenommen werden.", sagte Ernst, der die Bedeutung der NRW-Wahl betonte, weil durch den Einzug der LINKEN in den Landtag die Bundesratsmehrheit für die unsoziale Regierungspolitik verloren geht. "

Wolfgang Zimmermann, Spitzenkandidat der Partei zur Landtagswahl kündigte an, dass DIE LINKE unmittelbar nach dem 9. Mai einen Antrag im Landtag einbringen wolle, um die Mitbestimmung im öffentlichen Dienst zu stärken: "Es gibt keine vernünftige Mitbestimmung in den Betrieben des öffentlichen Dienstes. Wir wollen ein neues Mitbestimmungsrecht für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Nordrhein-Westfalen."

Oskar Lafontaine strich in seinem Beitrag noch einmal die Bedeutung der NRW-Wahl hervor: "Der Einzug der LINKEN ist wichtig, denn SPD und GRÜNE brauchen einen Aufpasser, damit sie nicht wieder die Politik von HARTZ IV und Agenda 2010 weiter betreiben. Das heißt, man braucht uns, DIE LINKE, damit eine Regierungsfähigkeit erreicht werden kann."