Der lange Schatten der Krise

Eine wirtschaftspolitische Untersuchung von Michael Schlecht

Die schwerste Wirtschaftskrise seit 80 Jahren hat tiefe Spuren in Deutschland hinterlassen. Im Jahr 2009 brach die Wirtschaft um fünf Prozent ein. Dies ist ein Verlust an jährlich produzierten Waren und Dienstleistungen in der Größenordnung von 125 Milliarden Euro. Das durch Schröder eingeleitete Lohndumping und Frau Merkels Weigerung, rechtzeitig massive Konjunkturprogramme aufzulegen, haben die Wirtschaft an die Wand gefahren.
Viele Beschäftige fürchten um ihren Arbeitsplatz oder haben ihn schon verloren, vor allem in den Exportregionen Süddeutschlands. Im Bereich der Metall- und Elektroindustrie sind in Baden-Württemberg 2009 mehr als fünf Prozent der Arbeitsplätze vernichtet worden. Bundesweit waren das über 50.000 Arbeitsplätze in dieser wichtigen Exportbranche.
Die Kurzarbeit hat bislang das Schlimmste verhindert und die bescheidenen Konjunktugramme haben den Abschwung etwas gebremst. Selbst die will die Bundesregierung Ende 2010 auslaufen lassen.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor einem erneuten Abschwung, wenn die Regierungen zu früh aus den Konjunkturprogrammen aussteigen. ...

Der komplette Text als PDF-Datei (550 kB)