Michael Schlecht

Deutsch-griechische Tragödie

Die Euro-Rettung der herrschenden Politik wird zum Alptraum. Eine erneute Wirtschafts- und Finanzkrise droht. Die Parlamente lassen sich zur Verabschiedung immer neuer Bankenrettungsprogramme nötigen. Jetzt soll der gerade erst auf 440 Milliarden erweitere EFSF mit Finanztricks auf ein Billion Euro aufgeblasen werden. Die Risiken werden immer größer. - Von Michael Schlecht, MdB, Chefvolkswirt der Bundestagsfraktion

Griechenland wird seit Mai 2010 mit Krediten über 110 Milliarden Euro von IWF, EU und den EU-Mitgliedsstaaten gestützt. Das zweite Hilfspaket in Höhe von 109 Milliarden Euro für Griechenland - erst im Juli auf einem EU-Gipfel auf den Weg gebracht - ist vom Krisenverlauf der letzten Wochen bereits überholt. Irland bekommt seit November 2010 85 Milliarden Euro, ein Großteil davon zur Stützung des hochverschuldeten irischen Bankensektors. Portugal erhält seit März 2011 78 Milliarden Euro. Selbst die drittgrößte Volkswirtschaft der EU, Italien, steht im Feuer und wird durch Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank gestützt. Sie hat dafür innerhalb von zweieinhalb Monaten 100 Milliarden Euro ausgegeben. ...

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