Bernd Riexinger

Rentenkürzungen und Rente ab 67 müssen weg

Der Vorsitzende der LINKEN, Bernd Riexinger verlangt nach dem Bekanntwerden der geplanten Beitragssatzsenkungen für die gesetzliche Rentenversicherung ein "alternatives Rentenreformprogramm" und fordert einen Verzicht auf die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre sowie auf weitere Rentenkürzungen. Riexinger erklärt:

Die Senkung des Beitragssatz bringt den Arbeitnehmern nur Entlastungen im Promillebereich. Wenn der Beitrag um 0,6 Punkte sinkt, hat ein Durchschnittsverdiener zehn Euro mehr pro Monat in der Tasche. Das ist wenig im Vergleich zu drohenden Rentenkürzungen und explodierenden Abschlägen wegen der Rente ab 67. Wir sollten stattdessen die Gunst der Stunde nutzen und das Rentensystem wieder auf gesunde Füße stellen. Das Primat der Beitragssatzdeckelung muss fallen. Auf weitere Beitragssenkungen muss verzichtet werden. Stattdessen sollten die Überschüsse dazu verwendet werden, um sofort die Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre zu stoppen und eine gesetzliche Garantie für die Beibehaltung des bisherigen Sicherungsniveaus in der Rente zu verabschieden. Das nutzt den Arbeitnehmern mehr als Minibeitragssenkungen. Wir brauchen weniger Altersarmut und mehr soziale Sicherheit. Wir werden das im Herbst als alternatives Reformprogramm auf die Tagesordnung im Bundestag setzen.