Meldungen über die Arbeit der Historischen Kommission

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Sprecher der Historischen Kommission Gast im Bundesausschuss

Am 4. März 2017 beschäftigte sich der Bundesausschuss mit den Herausforderungen, die sich aus dem europaweiten Aufleben des Rechtsextremismus ergeben. Der Sprecher der Historischen Kommission referierte auf dieser Sitzung einleitend zu historischen Aspekten des Rechtsextremismus. Er erinnerte an die Entstehungsgeschichte des Rechtsextremismus im historischen Umfeld des 1. Weltkrieges. Obwohl sich ein direkter Vergleich historischer Situationen mit der Gegenwart verbiete, ist augenfällig, "dass die mit der Globalisierung einhergehenden Umbrüche, sozialen Verwerfungen und die um sich greifende Orientierungslosigkeit offensichtlich erneut günstigen Nährboden für rechtsextreme Demagogie hergeben. Rechtsextreme Ideologien und Organisationen instrumentalisieren in Krisen und Umbruchsituationen soziale Unzufriedenheit von Unterschichten und Abstiegsängste von Mittelschichten." In Podiumsdiskussionen vertieften die Mitglieder des Bundesausschusses aktuelle Aspekte gegenwärtiger rechtsextremer Tendenzen.  

Historische Kommission berichtet im Parteivorstand: Konferenz zum Epochenbruch 194-1923 in Vorbereitung

Am 25. Februar 2017 berichtete die Historische Kommission in der Sitzung des Parteivorstandes über die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit. Der Bundesvorstand dankte der Kommission und ihren Mitgliedern für die geleistete Arbeit. Er billigte den Vorschlag, im Jahre 1918 eine gemeinsame Konferenz zum "Epochenbruch 1914-1923" zu veranstalten. Die Konferenz soll neue Forschungsergebnisse zum Themenkomplex "Krieg, Frieden und soziale Revolution" ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Über die künftige personelle Zusammensetzung wird der Parteivorstand auf einer der kommenden Sitzungen entscheiden.

Historische Kommission in der Lutherstadt Wittenberg

Am 18. Februar 2017 war die Historische Kommission Gast des Landesparteitages der LINKEN Sachsen-Anhalt. Sie traf sich mit Jürgen Dannenberg, dem Landrat des Landkreises Wittenberg. Dannenberg informierte über Schwerpunkte und Probleme bei der Vorbereitung der Jubiläumsveranstaltungen zum 500. Jahrestag der Reformation. Er machte deutlich, dass das Ereignis eine Infrastruktur voraussetzt, die in einer Stadt wie Wittenberg zusätzlich geschaffen werden müssen. Ziel der Politik ist es, die Bürger in diesem Prozess mitzunehmen und nachhaltige Effekte aus den erheblichen Investitionen zu generieren. Die Kommission erinnerte daran, dass es schon bei früheren Jubiläen, wichtige Fortschritte in der Deutung der Reformation als Teil einer frühbürgerlichen Revolution durch die marxistisch orientierte Geschichtswissenschaft gab. Es lohnt sich, das noch einmal zu rezipieren. Aus Sicht der Kommission gibt es keine Veranlassung Thomas Müntzer aus der Erinnerung an die Reformation auszugrenzen. In den Evangelischen Namenskalender wurde er nicht aufgenommen. Luther und Müntzer nur als Antipoden zu betrachten, wird ihrer tatsächlichen Rolle nicht gerecht. Der Rückgriff auf überholte Deutungsmuster entspricht nicht dem in den letzten Jahrzehnten erreichten Forschungsstand. Bei der anschließenden Rundfahrt überzeugten sich die Kommissionsmitglieder vom Stand der Vorbereitungen auf das Reformationsjubiläum in Wittenberg.  

Historische Kommission diskutiert über geschichtspolitische Arbeit 2017

Auf ihrer 31. Tagung am 5 November 2016 beriet die Historische Kommission über Aufgaben und Schwerpunkte für das Jahr 2017. Die Kommission geht davon aus, dass sich der öffentliche erinnerungspolitische Diskurs vor allem auf der 500. Jahrestag des Thesenanschlags in Wittenberg, mit dem die Reformation eingeleitet wurde, fokussieren wird. Aus Sicht der Historischen Kommission verdienen vor allem der 100. Jahrestag der Februar- und Oktoberrevolution in Russland sowie der Gründung der USPD im April besondere Beachtung. In diesem Zusammenhang nahm die Kommission den Konzeptionsentwurf für eine Konferenz zur Kenntnis, die den Epochenumbruch 1914 bis 1919 thematisieren soll. Zur Diskussion standen ebenfalls das überarbeitete Grundsatzpapier zu Funktion, Aufgaben und Struktur der Kommission sowie der Arbeitsplan und die Liste der Jahrestage 2017. Der Sprecherrat ist beauftragt, für Februar 2017 einen Bericht für den Parteivorstand und einen Vorschlag zur personellen Erneuerung der Kommission vorzubereiten. Die Kommission beabsichtigt, sich im Rahmen einer Exkursion mit der Umsetzung des Reformationsjubiläums vertraut zu machen.

Gespräch mit Studiendelegation aus Südkorea

Gastwissenschaftler aus der Republik Korea informierten sich am 21. Oktober 2016 im Karl-Liebknecht-Haus in Berlin über Einschätzungen und Standpunkte der LINKEN zum Prozess der Wiederherstellung der staatlichen Einheit Deutschlands. Der Sprecher der Historischen Kommission beantwortete ihre Fragen zu den Besonderheiten des politischen Systems der DDR und zu den Problemen des Übergangs in die gesellschaftliche Struktur der Bundesrepublik Deutschland.

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