Ulrike Zerhau

Eigentliche Verhandlungen beginnen erst jetzt

Zum Ergebnis der Vermittler im Tarifstreit der Bahn erklärt die stellvertretende Parteivorsitzende Ulrike Zerhau:

Es ist gut, dass die drei Gewerkschaften wieder an einem Tisch sitzen und mit der Bahn verhandeln. Das ist ein wichtiges Signal, weil die Bahnbeschäftigten die kommenden Tarifverhandlungen einheitlich und damit mit größerer Kampfkraft führen werden.

Der gefundene Weg zur Lösung des Tarifkonflikts ist ein Erfolg, auch wenn die eigentlichen Verhandlungen über ein neues Entgeltsystem erst jetzt beginnen.

Es ist verständlich, dass die Lokführerinnen und Lokführer eine deutliche Erhöhung ihrer Einkommen einfordern. Grundsätzlich sehen wir, dass nicht nur sie, sondern auch ihre Kolleginnen und Kollegen aus allen fahrenden Berufen - Straßenbahn, Bus, Lkw, Taxi - zu niedrige Einkommen haben, die teilweise sogar unter dem von uns geforderten gesetzlichen Mindestlohn von 8 Euro liegen.

Die beste Lösung für alle wäre ein einheitlicher Flächentarifvertrag auf einem höheren Einkommensniveau, von dem auch alle profitieren könnten. 

Ein angekündigter Streik findet vorerst nicht statt. Jetzt muss sich der Vorstand der Deutschen Bahn bewegen.