Klaus Ernst und Caren Lay

Aids ist und bleibt eine menschliche Katastrophe

Am Vorabend des Welt-Aids-Tages erklären Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender und Caren Lay, Mitglied des Parteivorstandes:

Wir nehmen den jährlichen Welt-Aids-Tag zum Anlass, unsere Solidarität mit den Betroffenen von HIV und Aids zu erklären. Der Vorstand der Partei DIE LINKE unterstützt die Aktivitäten zum diesjährigen Welt-Aids-Tag.

Zwar sind viele junge Menschen über das Risiko einer HIV-Infektion informiert. Die Zahl der Neuinfektionen steigt jedoch auch in Deutschland seit einigen Jahren wieder an. Die Präventionsanstrengungen dürfen deshalb nicht nachlassen.

Aids ist nicht nur eine furchtbare und unheilbare Krankheit, sondern ist für viele Länder Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und auch Osteuropas eine gesellschaftliche Katastrophe. Neun von zehn HIV-positiven Kindern im südlichen Afrika infizieren sich bei oder vor der Geburt - die Katastrophe wird damit direkt an die nächste Generation weitergegeben.

Wir begrüßen die Bemühungen der Bundesregierung, die Mittel zur weltweiten Aids-Bekämpfung zu erhöhen. Die internationale Verantwortung der Bundesregierung geht darüber hinaus. Wir fordern die Bundesregierung deshalb auf, beim EU-Afrika-Gipfel im Frühjahr 2008 Raum für wirksame Präventions- und Behandlungsstrategien zu schaffen und Maßnahmen zur Bereitstellung von bezahlbaren HIV-Medikamenten auch für Kranke und Infizierte der ärmsten Länder zu ergreifen.