Klaus Ernst

Arbeitgeberforderungen als Bedrohung für diese Gesellschaft

Zu der anhaltenden Diskussion um die geplante Rentenerhöhung erklärt Klaus Ernst, Vize-Vorsitzender der LINKEN:

Während die Unternehmen mit explodierenden Gewinnen rechnen können, wollen die Arbeitgeber den Rentnern und Rentnerinnen die sowieso schon viel zu niedrige Rentenerhöhung auch noch verwehren. Nach Forsa-Angaben gibt es für die geplante Rentenerhöhung eine breite Mehrheit in der Bevölkerung - der BDA verhält sich jedoch so, als würde es sich um einen finanziellen Weltuntergang handeln.

Die Forderung der Arbeitgeber nach noch geringeren Rentenerhöhungen ist für unsere Gesellschaft eine ernsthafte Bedrohung. Während die Rentenpolitik der letzten Jahre schon heute zu einem ständigen Kaufkraftverlust für Rentnerinnen und Rentner führt, wollen die Arbeitgeber mit ihrem Gezetere die eigenen Rentenbeiträge schonen und älteren Generationen gänzlich um einen würdigen Lebensabend bringen.

Dabei ist es durch den Druck zur privaten Vorsorge schon heute so, dass die Arbeitgeber einen viel geringeren Anteil an der Altersvorsorge leisten als die Beschäftigten – nach den Plänen der Bundesregierung soll die einseitige Mehrbelastung der Arbeitnehmer bis 2030 sechs Prozentpunkte betragen. Während die Unternehmen von sinkenden Beitragssätzen zur Gesetzlichen Rentenversicherung profitieren, müssen die Beschäftigten privat vorsorgen, um das Sicherungsniveau zu halten.