Sachsen-Anhalt

Schönreden hilft nicht gegen Armut von Kindern und Familien

Zur Pressemitteilung von Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer über die herrschende Armut von Kindern und deren Familien erklärt die kinder-, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Fraktion Eva von Angern:

Herrn Böhmers Ausführungen zu Kindern, die in Armut leben und zu den Problemen mit denen junge Mütter zu kämpfen haben, sind reine Schönrederei. Kinder sind auch 2008 noch ein  Armutsrisiko im reichen Deutschland, da hilft kein Ignorieren des lange bekannten Problems der Kinderarmut.

Die Landesregierung ist in allen Fällen für die Herstellung von familienfreundlichen Rahmbedingungen verantwortlich, aber reine Bemühungen, wie er ausführt, sind keine Hilfen zur Lösung des Problems. Aber Einsicht ist ja vielleicht der erste Weg zur Besserung.

Für die Gesellschaft stellt es ein Problem dar, dass im Regelfall meist nur ein Kind pro Familie lebt, aber diese Feststellung ist nicht die Lösung. Wir müssen uns fragen, warum die meisten Familien sich nur noch ein Kind wünschen, welche Bedingungen sie dazu veranlassen. Hier kann uns muss Politik Rahmenbedingungen setzen. Vorschläge hierfür bleibt der Ministerpräsident leider schuldig.

Ohne das Landesbündnis für Familien in seiner Bedeutung schmälern zu wollen, bietet das Modell der LINKEN zu einem kommunalen Familienpass bedürftigen Familien lebensnahe Hilfe und Unterstützung. Weiterhin ist und bleibt die Einführung eines eigenständigen Hartz IV-Regelsatz für Kinder und Jugendliche eine zentrale Forderung der LINKEN.