Brandenburg

Studie unterstützt Forderungen des Volksbegehrens

Zur "Leitstudie 2008" des Bundesumweltministeriums erklärt der energiepolitische Sprecher im Landtag Brandenburg, Wolfgang Thiel:

Die Kernaussagen der Studie stützen Forderung des Volksbegehrens zum mittelfristigen Ausstieg aus der Braunkohlenverstromung.

Mit der "Leitstudie 2008" zeigen die neuesten Forschungsergebnisse, dass  Deutschland seine Klimaschutz-ziele nur erreichen kann, wenn die Energiewirtschaft ihre Ausbaupläne für die Kohlenutzung deutlich reduziert. Beim Neubau fossiler Kraftwerke muss dabei auf Gas statt Kohle gesetzt werden, heißt es weiter.

Darüber hinausgehende Pläne der Energiekonzerne würden demnach das dringend notwendige Klimaziel, die CO2-Emissionen bis 2020 mindestens um 40 Prozent zu senken, gefährden. Unerlässlich sei aber auch, dass der Stromverbrauch pro Kopf um sechs bis neun Prozent sinke. Nur so könnten noch die schlimmsten Folgen des Klimawandels abgewendet werden.

Gleichzeitig zeigt die Leitstudie auf, dass schon 2015 Strom aus erneuerbaren Quellen - mit Ausnahme der Fotovoltaik - billiger hergestellt werden könne als aus fossilen Quellen.

Das Volksbegehren zum mittelfristigen Ausstieg aus der Braunkohlenverstromung im Land Brandenburg wird durch die Kernaussagen der Leitstudie 2008 gestützt. Es trägt nicht nur dazu bei, den sich verschärfenden Klimawandel zu stoppen, sondern auch das Tor in eine zukunftsfähige Energieversorgung aufzustoßen - gegen den anhaltenden Widerstand des Energiekonzerns Vattenfall und der Brandenburger Landesregierung.