Saarland

Verfahren einstellen anstatt weiter eskalieren zu lassen

Nach Auffassung der LINKEN nimmt das aktuelle Kündigungsverfahren gegen die sechs Betriebsratsmitglieder bei der Saarbahn immer skurrilere Züge an. "Vieles, was in den letzten Tagen in den Medien zu lesen war, kommt einer Treibjagd näher als einem fairen Verfahren," meint Rolf Linsler, Landesvorsitzender der Linken im Saarland.

"Die Ausführungen des Anwalts des VVS-Konzerns, M. Lippert – Rechtsanwaltskanzlei Rapräger, Hoffmann & Partner, über die Medien sind gerade bei Arbeitsgerichtsprozessen außergewöhnlich. Dies ist Beleg dafür, dass die Konzernverantwortlichen nicht nur die Interessen ihres Unternehmens und ihrer Mitarbeiter im Blickfeld haben", so Linsler, der den Verdacht hat, dass hier ein politischer Schauprozess geführt werden soll.

Linsler appelliert an die saarländische Arbeitsgerichtsbarkeit, sich gerade in diesem Fall nicht parteipolitisch instrumentalisieren zu lassen. "Wenn die Kläger schon einen Prozess anstreben, dass soll dieser wenigstens fair und sauber über die Bühne gehen. Aktuelle Äußerungen des VVS-Anwalts wie "Linksparteipolitik" im Zusammenhang mit möglichen Neueinstellungen bei dem VVS-Konzern sind unqualifiziert", so Linsler abschießend.