Klaus Ernst

Mehr muss drin sein!

Zur Verschärfung des Tarifkonflikts in der Metall- und Elektrobranche und zum Ende der Friedenspflicht erklärt der stellvertretende Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Klaus Ernst:

Die Arbeitgeberseite kann es drehen, wenden und schönreden, wie sie will: Fakt ist, das vorgelegte Angebot ist eine einzige Frechheit.

Die angebotenen 2,1 Prozent - oder in der Mogelpackung 2,9 Prozent - geben die realen Verhältnisse in keinem Fall wieder. Von Lohngerechtigkeit kann absolut keine Rede sein. Die Unternehmen haben in den letzten Jahren volle Auftragsbücher und volle Konten erwirtschaftet. Es ist höchste Zeit, die Kolleginnen und Kollegen angemessen am Erfolg zu beteiligen. Die drohende Rezession ist den Arbeitgebern nun willkommener Anlass, Lohnzurückhaltung zu predigen – das ist der falsche Weg.

In der sich abzeichnenden Krise muss alles getan werden, um die Binnenkonjunktur anzukurbeln und das geht nur über entsprechende Lohnzuwächse. Das bisher Angebotene würde jedoch zu weiteren Reallohnverlusten bei den Beschäftigten führen. Das ist nicht hinnehmbar.

DIE LINKE steht an der Seite der IG Metall und erklärt sich solidarisch mit ihren Zielen. Gute Löhne für gute Arbeit bleibt die Forderung für ein Mehr in den Taschen der Kolleginnen und Kollegen.