Michael Schlecht

Bundesregierung ist in der Pflicht

Zu den Protesten gegen die von der Telekom geplante Schließung von Callcenter-Standorten erklärt der gewerkschaftspolitische Sprecher Michael Schlecht:

8000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nach Gewerkschaftsangaben von den Schließungsplänen betroffen. Die Telekom will sich aus 39 der bislang 63 Städte, in denen sie Callcenter unterhält, zurückziehen. Was das für die Mitarbeiter und ihre Familien bedeutet, ist der Telekom-Führung egal. Der sarkastische Hinweis auf gleichwertige Arbeit an anderen Standorten ist lebensfern. Viele werden der Arbeitsplatzverlagerung aus verschiedenen Gründen nicht folgen können.

DIE LINKE unterstützt den Kampf der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der betroffenen Callcenter um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Wir fordern die Bundesregierung als größten Eigentümer des Konzerns auf, endlich ihrer Verantwortung für die Beschäftigungspolitik der Telekom gerecht zu werden. Die Bundesregierung ist in der Pflicht, Lohndumping und einseitig gewinnorientierten Arbeitsplatzabbau zu beenden.