Dietmar Bartsch

Wir sind all hier!

Die Grünen wollen jetzt auch die Reichen zur Kasse bitten. Frei nach „Hase und Igel“ erklärt dazu der Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch:

Es ist gut, wenn immer mehr Parteien Vorschläge der LINKEN aufnehmen. Jetzt haben die Grünen die Zeichen der Zeit erkannt und wollen die Reichen zur Kasse bitten. Allerdings nur ein bisschen und mit einer zeitlich befristeten, einmaligen Vermögensabgabe, mit der zweckgebunden die Kosten zur Bewältigung der Krise getilgt werden sollen. Das ist inkonsequent.

Die Steuern für Best- und Besserverdienende und große Unternehmen wurden in den vergangenen zehn Jahren massiv gesenkt. Dank der damaligen rot-grünen Bundesregierung zahlt ein Einkommensmillionär heute jährlich über 100.000 Euro weniger Steuern als Ende der 90er Jahre. Deshalb fordert DIE LINKE eine fünfprozentige Millionärssteuer auf Privatvermögen ab einer Millionen Euro.

Wer wie DIE LINKE verhindern will, dass  Arbeitnehmer, Arbeitslosen, Rentner und Familien nach der Bundestagswahl die Zeche für die Krise zahlen, der muss das Steueraufkommen dauerhaft und sozial gerecht erheblich erhöhen. DIE LINKE fordert ein gerechtes Steuersystem, das kleine und mittlere Einkommensbezieher entlastet und Vermögende und steuerlich Leistungsfähige stärker belastet. Auf hohe Einkommen, hohe Erbschaften und Konzern-Gewinne müssen höhere Steuern gezahlt werden. Ein bisschen Millionärssteuer reicht nicht aus, um Arbeitsplätze zu sichern und neue zu finanzieren.