Sachsen

Michael Kretschmer muss seinen Wahlhelfer Kurt Biedenkopf zurückrufen

Zu den Äußerungen von Ex-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf, wonach die NPD "keine politische Bedeutung" habe, erklärt der Wahlkampfleiter und Landesgeschäftsführer der sächsischen LINKEN Rico Gebhardt:

Kurt Biedenkopf macht wieder Wahlkampf. Und wie! Ich erwarte von der CDU, dass sie Biedenkopf zurückpfeift. Schließlich hat er sich als Wahlkämpfer aus der CDU-Wahlkampfzentrale und nicht als Privatmann geäußert.

Leider hat Kurt Biedenkopf offenbar große Schwierigkeiten, das Ausmaß rechter Tendenzen in Sachsen einzuschätzen. Seit seiner letzten öffentlich geäußerten Verharmlosung der NPD hat diese sich in ganz Sachsen flächendeckend verbreitet und sitzt seit Juni 2008 in allen Kreistagen.

Die NPD und damit die Nazis muss man ernst nehmen, weil diese NPD nicht einfach ein netter Haufen Nationalgesinnter ist. In der NPD sammeln sich vielmehr verfassungsfeindliche, antidemokratische, auch gewalttätige Bürger, die nach Hegemonie und Ausschaltung des Rechtsstaates streben. Diese NPD ist gefährlich und alle demokratischen Parteien sind gefragt, sie zurückzudrängen. Das gilt auch für die CDU! Michael Kretschmer muss seinen Wahlhelfer Kurt Biedenkopf zurückrufen oder sich für die CDU von den Äußerungen Biedenkopfs distanzieren.