Marc Mulia

Schritt in die richtige Richtung

Zum Tarifabschluss für die Erzieherinnen und Erzieher erklärt Marc Mulia, Mitglied des Parteivorstandes:

Der Tarifabschluss für die Erzieherinnen und Erzieher ist ein Schritt in die richtige Richtung. Es ist wichtig, dass die frühkindliche Bildung auch in der Bezahlung aufgewertet wird. Perspektivisch sollte ihr der gleiche Stellenwert wie der schulischen Bildung eingeräumt werden. Deshalb fordert DIE LINKE in ihrem Bundestagswahlprogramm auch, dass die Ausbildung der Fachkräfte für die Kitas zukünftig an die Hochschulen verlagert wird.

Darüber hinaus fordert DIE LINKE einen bundesweit zügigen Ausbau der Plätze für unter 3jährige Kinder. Hier gibt es vor allem im Westen noch große Schwierigkeiten. Bislang steht nur für jedes 10. Kind unter drei Jahren in Westdeutschland ein Kita-Platz zur Verfügung. Damit tatsächlich alle Kinder die gleichen Chancen haben, eine Kita zu besuchen, fordert DIE LINKE zudem, dass frühkindliche Bildung gebührenfrei wird. Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Das gilt von der Kita bis zur Hochschule.

Damit dies alles umgesetzt werden kann, dürfen die Kosten des Tarifabschlusses und des weiteren Ausbaus nicht alleine an den Kommunen hängen bleiben. DIE LINKE fordert einen nationalen Bildungspakt, durch den der Bund in die Verantwortung genommen wird. Um endlich mehr Geld in Bildung investieren zu können, ist eine Umverteilung der Steuern zwischen Bund, Ländern und Kommunen nötig.