Bodo Ramelow

Kampf um Arbeitsplätze ist kein Pokerspiel

Zum erneuten Opel-Gipfel im Kanzleramt erklärt Bodo Ramelow, Mitglied des Parteivorstandes der LINKEN und Ministerpräsidentenkandidat in Thüringen:

Gut 100 Tage ist Wirtschaftsminister zu Guttenberg jetzt im Amt. Und er ist zu 100 Prozent überfordert. Es ist tragisch, dass das Schicksal der Opel-Beschäftigten und ihrer Familien an die falsche Person am falschen Platz gekoppelt ist.

Sein permanentes Insolvenz-Gequatsche ist die falsche Strategie für den Schutz und die Rettung von  tausenden Arbeitsplätzen. Zu Guttenberg betrachtet Opel als seine persönliche Spielwiese zur Profilierung, er betreibt offensichtlich Bundestagswahlkampf mit bayerischem Akzent. Dringend nötig wäre jetzt ein Machtwort der Kanzlerin – Opel muss Chefsache werden. Opel braucht eine solide Lösung, inklusive der Sicherung aller Standorte statt Konzeptlosigkeit, Pokermentalität und Wahlkampfgetöse.

DIE LINKE hat einen tragfähigen Vorschlag gemacht: Ein Kaufkonsortium unter Führung der vier Bundesländer mit Opelstandorten würde den Spekulanten einen Riegel vorschieben, Opel wäre nicht länger Spielball von Finanz- und Marktbereinigungsinteressen und mit Blick auf die Sicherung von Arbeitsplätzen wäre man einen großen Schritt weiter. Hier gewinnen alle – mit Pokerminister zu Guttenberg kann Opel nur verlieren.