Michael Schlecht

Schutzschirm auch für Arcandor-Beschäftigte

DIE LINKE unterstützt den Kampf der Kolleginnen und Kollegen von Karstadt und Quelle um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. In der akuten Notsituation muss der Staat mit Bürgschaften helfen. Nicht nur Banken müssen gerettet werden, sondern auch die Beschäftigten bei Arcandor, erklärt das Mitglied des Parteivorstandes Michael Schlecht:

Wenn 56.000 Arbeitsplätze in Gefahr sind, dann muss in jedem Fall der Staat helfen. Es ist nicht zu vermitteln, dass Banken mit hunderten von Milliarden geholfen wird, aber nicht notleidenden Unternehmen der Realwirtschaft.

Entscheidend ist aber, dass über die aktuelle Rettung hinaus endlich die Weichen zu einer Stärkung der Binnenwirtschaft gestellt werden. Und dies heißt Einführung eines flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohnes von 10 Euro, 500 Euro Arbeitslosengeld II, Stärkung der gewerkschaftlichen Tarifpolitik und das von der Linken geforderte 100 Milliarden Zukunftsprogramm, mit dem zwei Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden soll sowie Erziehung, soziale Dienste und Infrastruktur verbessert werden soll.

So kann nachhaltig die Kaufkraft breiter Teile der Bevölkerung gestärkt und die Misere des Einzelhandels behoben werden.