Klaus Ernst

Kraft und Rüttgers proben Große Koalition

Der stellvertretende Vorsitzende der LINKEN, Klaus Ernst kritisiert erneut den Wahlkampfstil der NRW-SPD als "destruktiv". Dem TV-Duell zwischen Hannelore Kraft und Jürgen Rüttgers habe "jeder Biss gefehlt", weil der SPD jede glaubhafte Perspektive auf eine eigene Mehrheit fehle. Nur wenn DIE LINKE in den Landtag einziehe, könne Schwarz-Gelb sicher verhindert werden. Ernst erklärt:

Hannelore Kraft hat ihren Wahlkampf in eine Sackgasse manövriert, weil ihr die glaubhafte Perspektive auf eine eigene Mehrheit fehlt. Sie hat sich von SPD-Chef Gabriel in die Ypsilanti-Falle treiben lassen und wird es schwer haben, da wieder raus zu kommen. Inhaltlich beschränkt sich die SPD darauf, die Sachen zu kritisieren, die sie als Regierungspartei selbst beschlossen hat. Krafts Anti-Wahlkampf ist destruktiv. Dem Fernsehduell hat jeder Biss gefehlt. Streckenweise war das eine vorweg genommene Große Koalition. In NRW steht eine Richtungswahl bevor. Das Rennen ist knapp. Unser Gegner heißt Schwarz-Gelb. Fakt ist: Nur wenn DIE LINKE in den Landtag einzieht, lässt sich Schwarz-Gelb sicher verhindern. Wir sind die einzige Partei, deren Abgeordneten Jürgen Rüttgers auf keinen Fall wählen werden. Wenn wir es schaffen, die rechtspopulistische FDP aus dem Landtag herauszuhalten, dann ist das ein Signal, das weit über NRW hinaus reicht. Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen, wenn sich SPD und Grüne deutlich auf uns zu bewegen. Wir wollen den Sozialabbau von Schwarz-Gelb über den Bundesrat stoppen.