Klaus Ernst

Leiharbeitssumpf endlich trocken legen

Als "unverantwortlich und destruktiv" kritisiert der stellvertretender Parteivorsitzender der LINKEN, Klaus Ernst, die massive Ausweitung von Leiharbeit nach der Krise. Zugleich lobte er die heute von der IG Metall gestartete "Initiative faire Leiharbeit". Es sei richtig, dass gerade jetzt die Gewerkschaften den Druck verstärkten. Ernst erklärt:

Während die Wirtschaft massiv auf Ausweitung von Leiharbeit setzt, bleibt die Bundesregierung untätig. Seit Wochen tönt Bundesarbeitsministerin von der Leyen, dass sie rigoros gegen den Missbrauch von Leiharbeit vorgehen wird. Passiert ist nichts. Damit wird der Missbrauch von Billig-Jobs, schlechten Arbeitsbedingungen und die Spaltung ganzer Belegschaften wissentlich von ihr in Kauf genommen. Frau von der Leyen bestätigt damit ihren Ruf als Ankündigungsministerin. Wenn vier von fünf Wahlberechtigten aller Parteien nach einer Umfrage der IG Metall Leiharbeit als moderne Form der Ausbietung beurteilen, dann ist das auch ein klares Signal gegen CDU und FDP für die Landtagswahlen in NRW. Der Leiharbeitssumpf muss endlich trocken gelegt werden. DIE LINKE fordert deshalb gleicher Lohn für gleiche Arbeit, mehr Mitbestimmungsrechet für Betriebsräte bei Leiharbeit sowie die Begrenzung der Überlassungshöchstdauer auf drei Monate.