Klaus Ernst

Nur gute Arbeit bedeutet auch eine gute Rente

"Immer mehr und vor allem jüngerer Menschen haben unsichere und schlechtbezahlte Arbeitsplätze. Kein Wunder also, dass am Ende des Erwerbsleben keine vernünftigen Rentenleistungen zu erwarten sind", erklärt, der stellvertretende Parteivorsitzende der LINKEN Klaus Ernst. Nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung steigt in Zukunft die Gefahr von Altersarmut, weil die Erwerbsverläufe immer unsicherer werden. Ernst weiter:

Schuld an dieser Situation sind die Arbeitsmarkt- und Rentenreformen von Schröder bis Merkel. Erst wurde die Rentenformel zerstört und die Rente mit 67 eingeführt, dann wurden im Schatten von Hartz IV der Kündigungsschutz ausgehebelt und mit Billigjobs und Leiharbeit Lohndumping salonfähig gemacht. Jetzt dürfen vor allem die jüngeren Beschäftigten doppelt die Zeche zahlen: Armutslöhnen folgen Armutsrenten.

DIE LINKE will diesen Irrsinn stoppen: Wir brauchen endlich einen gesetzlichen und flächendeckenden Mindestlohn von 10 Euro. Der massenhafte Missbrauch von Leiharbeit sowie sachgrundlose Befristungen von Arbeitsverträgen gehören verboten. Gleichzeitig muss die Rentenformel wieder hergestellt und die Rente mit 67 abgeschafft werden. Nur so erreichen wir über gute Arbeit eine gute Rente.