Sahra Wagenknecht

Lohngefälle gesetzlich bekämpfen

Die stellvertretende Vorsitzende der LINKEN, Sahra Wagenknecht, fordert nach den neuesten Zahlung zur Einkommensungleichheit zwischen Männern und Frauen erneut ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft mit verbindlichen Vorgaben zur Gleichstellung der Geschlechter in den Betrieben sowie einen gesetzlichen Mindestlohn von zehn Euro pro Stunde. Wagenknecht erklärt:

Das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern in Deutschland ist eine Bankrott-Erklärung für die Arbeitsmarktpolitik der letzten Jahrzehnte. Verglichen mit männlichen Beschäftigten arbeiten Frauen im Schnitt immer noch ein Viertel des Jahres umsonst. Es ist deshalb dringend an der Zeit, dass den vielen Sonntagsreden zur Gleichstellung der Geschlechter endlich konkrete Maßnahmen folgen. Wir brauchen keine unverbindlichen Absichtserklärungen mehr, sondern ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft. Ziel eines solchen Gesetzes sollte sein, dass in jedem Betrieb ebenso viele Frauen wie Männer beschäftigt sind, dass der Durchschnittsverdienst von Frauen und Männern gleich ist oder Frauen und Männer in allen Entgeltgruppen sowie auf allen Stufen der betrieblichen Hierarchie zur Hälfte vertreten sind. Jeder Betrieb müsste verpflichtet werden, jährlich eine Bestandsaufnahme und einen Maßnahmenplan zur Förderung der Gleichstellung vorlegen. Außerdem brauchen wir endlich einen gesetzlichen Mindestlohn von zehn Euro pro Stunde, damit die Einkommen im Niedriglohnbereich, wo Frauen besonders häufig beschäftigt sind, deutlich steigen.