Michael Schlecht

Lücke im Aktiengesetz schließen

"Ein fliegender Wechsel vom Vorstand in den Aufsichtsrat, so wie ihn Herr Ackermann bei der Deutschen Bank vorhat, muss durch eine Änderung des Aktiengesetztes unterbunden werden. Es war ein Fehler, dass im Corporate Governance Kodex Ausnahmen ermöglicht wurden, die von der Deutschen Bank jetzt dreist ausgenutzt werden", so Michael Schlecht, Mitglied des Vorstands der Partei DIE LINKE.

Anstatt Krokodilstränen zu vergießen sollten die Regierungskoalitionen den Fall zum Anlass nehmen und einer Gesetzesinitiative zustimmen, die einen sofortigen Wechsel eines Vorstandsmitglieds in den Aufsichtsrat grundsätzlich und ohne Ausnahme ausschließt. Die Deutsche Bank ist durch ihre Geschäftspraktiken mitverantwortlich für die größte Finanzkrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Sie hat von den notwendigen staatlichen Rettungsaktionen maßgeblich profitiert und scheffelt trotz anhaltender Finanz- und Schuldenkrise schon wieder Milliardengewinne. Deshalb ist es unerträglich, dass ausgerechnet von diesem Institut die Lücke des Aktiengesetzes jetzt als Steilvorlage genutzt wird.