Michael Schlecht

Athen droht in der Ägäis zu versinken

„IWF, Bundesbanker Weidmann und EZB-Chef Trichet setzten Griechenland immer mehr unter Druck. Es soll noch tiefer geschnitten werden, fordern sie. Dabei haben die brutalen Kürzungen der letzten 12 Monate Griechenland erst richtig in die Krise getrieben. Der Wahnsinn wird zur Raserei,“ so Michael Schlecht, Mitglied des Parteivorstandes.

Schlecht weiter: "Unter dem Druck der EU und des IWF will die griechische Regierung jetzt weitere Einschnitte bei den Gehältern im öffentlichen Dienst durchsetzen. Auch soll geplant sein, die Verbrauchssteuern für alkoholfreie Getränke und Brennstoffe anzuheben. Dabei sind schon längst Einschnitte von mehr als 50 Milliarden eingeleitet beziehungsweise bis 2015 vorgesehen. Das ist mehr als 20 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Die Hilfen der EU und des IWF sind wie ein Rettungsring – aus Blei! Athen droht in der Ägäis zu versinken. Die Wirtschaft ist 2010 bereits um 4,5 Prozent eingebrochen, im laufenden Jahr droht ein weiterer Absturz um 3,5 Prozent. Die Ausgaben können gar nicht so schnell gesenkt werden, wie die Steuereinnahmen einbrechen. Ein Teufelskreislauf. Spätestens jetzt steht fest: Die Politik zur vermeintlichen Euro-Rettung ist gescheitert. Es muss Schluss sein mit der weiteren Strangulierung Griechenlands. Hilfsprogramme zum Wiederaufbau der Wirtschaft, Investitionshilfen für die Industrie sind notwendig. Sonst wird Griechenland scheitern und damit auch Europa."