Jan van Aken

Vorrang militärischer Konfliktlösung ist nicht zukunftsfähig

Anlässlich des Antikriegs- und Weltfriedenstages am 1. September erklärt der stellvertretende Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Jan van Aken:

Mit dem Überfall auf Polen begann vor 73 Jahren der 2. Weltkrieg. Millionen Tote, unendliche Zerstörung und unermessliches Leid brachte Deutschland zum zweiten Mal im 20. Jahrhundert über seine Nachbarn, Europa und die Welt.

Am 1. September, dem europaweiten Antikriegs- und Weltfriedenstag, gedenken wir der Millionen Opfer jenes Krieges und den Opfern aller nachfolgenden Kriege und militärischen Auseinandersetzungen. Der 1. September sollte uns immer Mahnung sein, dass die Logik des Krieges stets mit menschlichem Leid, Zerstörung der Umwelt und der wirtschaftlichen Basis und sozialem Elend einhergeht. Nicht einmal als Ultima Ratio darf Krieg gedacht werden.

Zivile Konfliktlösung muss in jeder Auseinandersetzung das angestrebte Ziel sein. Dazu gehört für DIE LINKE die Stärkung der UNO, eine Umwandlung von Militärbündnissen - allen voran der NATO -, in Systeme kollektiver Sicherheit und radikale Abrüstung sowie ein Verbot von Waffenexporten.

Gerade aus der Erfahrung ihrer Geschichte, ist die deutsche Politik aufgefordert, hier eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Nicht Auslandseinsätze der Bundeswehr sind die Lösung - sondern deren sofortige Beendigung. Nicht deutsche Waffenexporte und Unterstützungen für Regime in aller Welt sind die Lösung - sondern ein sofortiges Exportverbot für Waffen und militärisches Know-how.