Bernd Riexinger

Finanzpolster zur Auflösung des Gerechtigkeitsstaus in der Rentenversicherung nutzen

Der Vorsitzende der LINKEN, Bernd Riexinger, fordert einen Verzicht auf weitere Beitragssenkungen in der Rentenversicherung und will stattdessen etwaige Finanzpolster zur Auflösung des "Gerechtigkeitsstaus" in der Rentenversicherung nutzen. Er erklärt:

Beitragssenkungen passen einfach nicht in die politische Landschaft. Zum 1. Juli steigen die Renten im Westen erneut weit unter der Inflationsrate. Das heißt, 80 Prozent der Rentnerinnen und Rentner haben auch in diesem Jahr real weniger Geld in der Tasche. Die Erhöhung der Mütterrenten auf ein einheitliches Niveau kostet Milliarden. Eine neue Rentenformel, die die drohende Lawine der Altersarmut verhindert, steht immer noch aus. In der Rentenversicherung herrscht ein Gerechtigkeitsstau. Wir sollten auf weitere Beitragssenkungen verzichten und etwaige Finanzpolster dafür verwenden, den Gerechtigkeitsstau in der Rentenversicherung aufzulösen. Höhere Mütterrenten, eine neue Rentenformel, die Angleichung der Ostrenten und eine Mindestrente gegen Altersarmut, das alles kostet Geld. Wer gute Renten will, muss die Rentenkasse gut ausstatten.