Matthias Höhn

Katar gehört vom Platz gestellt

Amnesty International hat erneut die Arbeitsbedingungen auf Katars Fußball-WM-Baustellen scharf kritisiert. Arbeitsmigranten würden weiter massiv ausgebeutet. "Katar gehören die Spiele entzogen!", so der Bundesgeschäftsführer der LINKEN, Matthias Höhn. Er erklärt:

Zweimal Gelb im selben Spiel ist Rot. Ginge es auch bei den Ausrichtern der ebenso profit- wie prestigeträchtigen Fußball-Weltmeisterschaften danach, der Ausrichter der WM 2022 Katar wäre die Veranstaltung längst los. Zu Recht.

Seit Jahren weisen Menschenrechtsorganisationen auf die unwürdigen Arbeitsbedingungen hin, unter denen tausende Arbeitsmigranten die Infrastruktur für das Spektakel errichten: kaum Rechte, kaum Arbeitsschutz, Leben unter entwürdigenden Bedingungen, niedrigste Bezahlung, wenn überhaupt. Das sind Bedingungen von Sklaven- bzw. Zwangsarbeit. Aber, die FIFA schaut weg.

Wenn die FIFA es nach den internen Skandalen des letzten Jahres ernst meint mit der angekündigten Erneuerung, dann bliebe nur eins: Rote Karte für Katar, weg mit den Spielen und neu vergeben. Ein Fußballfest, das unter diesen Bedingungen entstanden ist, wäre nicht zu ertragen.