Arbeitszeitverkürzung und Arbeitsumverteilung sind die beste Burnout-Prävention

Die IG Metall hat Arbeitszeit als zentrales Thema auf ihre Agenda für das Wahljahr 2017 gesetzt. Dazu erklärt Katja Kipping, Vorsitzende der Partei DIE LINKE:

Ich begrüße diese Entscheidung der IG Metall. Auch DIE LINKE engagiert sich für Arbeitszeitverkürzung. Das meint einerseits eine Umverteilung der Arbeit zwischen denjenigen, die unter Stress und Überstunden leiden, und jenen, die langzeiterwerbslos sind oder erzwungen in Minijobs arbeiten. Andererseits geht es um die Umverteilung der Tätigkeiten zwischen den Geschlechtern.

Wir meinen, die Arbeitswoche der Zukunft sollte um maximal 30 Stunden kreisen. Zudem sollte jeder Beschäftigte im Laufe eines Arbeitslebens zweimal das Recht auf eine bezahlte Auszeit in Form eines Sabbatjahres haben.

Der Kampf um mehr Mitbestimmung bei der Arbeitszeit ist auch ein Kampf darum, über die eigene Lebenszeit zu verfügen. Letztlich geht es darum, dass im Leben von Frauen wie Männern gleichermaßen Zeit ist für Erwerbsarbeit, Familie und Freunde, für politische Einmischung sowie für Muße. Stattdessen überwiegen Überstunden und Stress, und der Feierabend fällt dem Gefühl zum Opfer, ständig erreichbar sein zu müssen. Vor allem in Pflegeberufen, in denen die Arbeit am Menschen im Minutentakt dominiert, ist der Burnout nicht weit. Arbeitszeitverkürzung und Umverteilung der Arbeiten sind die beste Burnout-Prävention.