Herzlich Willkommen in Cottbus!

Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Cottbus, Frank Szymanski

Sehr geehrter Herr Bisky, sehr geehrter Herr Lafontaine, sehr geehrte Delegierte, meine sehr geehrten Damen und Herren, verehrte Gäste, ein herzliches Willkommen in Cottbus, der drittgrößten Stadt in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg. Ich freue mich, dass Sie zum zweiten Mal hier in Cottbus sind. Und dass ich an dieser Stelle ein Dankeschön an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städtischen Messegesellschaft richte, die Sie hier sehr gut begleiten, versteht sich.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, es ist schon ein bisschen Zeit vergangen, normalerweise würde jetzt ein Oberbürgermeister natürlich eine flammende Rede zu den Vorzügen der Stadt halten. Davon hat Cottbus eine Menge. Wir sind eine Torstadt, eine Stadt zum Osten und zum Westen, eine Stadt zum Spreewald als Tor und zur internationalen Bauausstellung mit einer künstlich entstehenden Seekette – die größte in Europa.

Wir sind in der Stadt in einer neuen Phase. Vor eineinhalb Jahren haben wir einen kommunalpolitischen Neuanfang gewagt, und wir haben ihn überparteilich gestaltet. Engagierte Stadtverordnete – auch der Partei DIE LINKE – arbeiten hier mit. Auch in der Rathausspitze haben wir einen Beigeordneten der LINKEN, der sehr erfolgreich arbeitet. Wir sind auf einem Cottbuser Weg, der sich vor dem Hintergrund gestaltet. Ich möchte das an einigen guten Botschaften der letzten vier Wochen deutlich machen: Der 1. FCE – unser Erstligaverein – hält die Klasse und wird nächstes Jahr wieder in der 1. Bundesliga spielen. Darauf sind wir stolz. Wir haben den kleinsten Etat und sind in der Beliebtheitsskala der Bundesligavereine auf Platz 9. Auch das ist natürlich eine tolle Sache. Wir haben es geschafft, ein Kunstmuseum in einem über 80 Jahre alten Dieselkraftwerk zu bauen. Das ist auch ein Novum. Die brandenburgische Kunstsammlung ist in dieses wunderschöne Bauwerk eingezogen. Wenn Sie Zeit haben, schauen Sie es sich an. Es ist ein spätexpressionistisches Bauwerk. Es ist Kunst in Kunst und Raum in Raum eine tolle Sache. Auch das ist in den letzten vier Wochen gelungen: Wir werden in diesem Jahr das erste Mal einen ausgeglichenen Haushalt haben. Auch das ist ein gutes Ergebnis. Das ist nämlich nicht so ganz einfach vor dem Hintergrund, dass wir natürlich zur Haushaltskonsolidierung und -gestaltung erfolgreiche Unternehmen brauchen, die international wirken und Steuern bezahlen. Das ist natürlich ein wichtiger Grund, und da passiert eine Menge in Cottbus. Ich freue mich, dass jetzt das Teilstück zwischen der A10 und der Stadtautobahn Berlin – die A113 – fertiggestellt ist. Damit rückt Berlin näher an Cottbus heran und wir näher an Schönefeld. Auch das ist wichtig für uns: BBI International.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, auch die Nachricht, dass Vattenfall eine Milliarde Euro in Technologie steckt – CO2-freie Verstromung ist hier das Stichwort –, ist eine wichtige Information, eine wichtige Entscheidung für die Region hier. In der Lausitz ist eine innovative Energieregion das Ziel vieler Menschen. Dabei wird die Debatte geführt, dass wir alle Energieträger in einen Technologiewandel zum Klimawandel brauchen. Das heißt, Technologien zu entwickeln zur CO2-freien Verstromung ist die Zielstellung, aber auch alle anderen technologischen Möglichkeiten müssen genutzt werden. Cottbus hat erfolgreiche Hochschulen und eine Technische Universität, die daran arbeiten und sehr erfolgreich arbeiten. Meine Bitte ist, dass dieser Weg möglich gemacht wird, Technologien zu entwickeln, um hier die entsprechenden Beiträge für den Klimawandel zu gestalten.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich möchte noch drei, vier Alleinstellungsmerkmale nennen. Vielleicht wissen Sie sie nicht und sie regen vielleicht dazu an, wiederzukommen, uns zu besuchen, zum Beispiel im Oktober, wenn unser Theater 100 Jahre alt wird. Es ist das schönste Jugendstiltheater in Europa. Wir sind die größte zweisprachige Stadt der Bundesrepublik mit unseren Sorben. Wir haben darüber hinaus den erfolgreichsten Karneval der neuen Bundesländer. Kommen Sie zum »Zug der fröhlichen Leute«! Am Sonntag vor Rosenmontag säumen hier Hunderttausende die Straßen und feiern sehr, sehr lustig.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich freue mich, dass Sie in Cottbus Gast sind, und ich freue mich darüber, dass wir sicherlich auch das eine oder andere in der politischen Diskussion miteinander bereden. Ich möchte mich noch mal herzlich bedanken, wünsche Ihnen natürlich alles Gute, wunderschöne Tage, und wenn Sie ein paar Minuten in der Natur brauchen: Sie sind von hieraus in sieben Minuten im Branitzer Park. In diesem wunderschönen Park – Weltkulturerbe –, wo eine Land- und Wasserpyramide steht, wo der Landschaftsgestalter Pückler im englischen Stil im 19. Jahrhundert einen wunderschönen Garten entwickelt hat. Schauen Sie sich ihn an. Ich glaube, wenn man einmal durch den Park geht, hat man wieder viel Kraft geschöpft. Da stehen gute Ideen für die Umsetzung.

Ein herzliches Dankeschön. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Herzlich willkommen in Cottbus! Ein herzliches Glückauf!