Ein utopischer Vorschlag

Aus dem Beitrag von Peter Sodann, Schauspieler und Regisseur

Guten Tag! Wissen Sie, ich wollte eigentlich gar nicht reden, ich wollte Ihnen nur sagen, dass ich mich freue, dass es die LINKE gibt. Ich darf Ihnen vielleicht ein kurzes Zitat vortragen: Auf der Tagesordnung steht heute als entscheidender Punkt die Abschaffung der kapitalistischen Ausbeutung und die Überführung der Produktionsmittel aus der Hand der großen Besitzenden in gesellschaftliches Eigentum.

Das ist – Moment – von Kurt Schumacher, das heißt, Sie befinden sich in bester Gesellschaft. Im Übrigen war Adenauer nicht weit davon entfernt mit seinem Ahlener Programm.

Man hat mich gebeten, doch irgendetwas dazu sagen. Herr Gysi hat sich geäußert darin, dass er gesagt hat, wir wollen keinen Krieg mehr. Und ich persönlich kann mich an ein ganz großes Ereignis nach dem Jahr 2000 erinnern. Das war im Februar 2003 – die Antikriegsdemonstration. Man hatte mich gefragt, ob ich da eine Rede halten würde, und ich habe gesagt, aber nur eine kurze. Und das habe ich auch getan. Und nun hat man mich gebeten, zu erinnern an diesen grandiosen Tag, als 500.000 Demonstranten sich in Berlin trafen, um gegen den Krieg im Irak zu demonstrieren. Ich wünsche Ihnen und auch mir, dass Sie in naher Zukunft soviel drauf haben, dass Sie so viele Menschen immer wieder zusammen kriegen, wenn es um einen Krieg geht.

Ich lese jetzt, da man mich darum gebeten hat, meine damalige Rede vor. Sie ist sicherlich etwas einfältig und naiv, aber vielleicht ist es gar nicht so dumm manchmal, wenn man einfältig und naiv ist:

Vor einigen Tagen erreichte mich die Bitte, heute hier in Berlin etwas zu sagen. Da ich ein absoluter Kriegsgegner bin, habe ich frohen Mutes zugesagt. Ich halte den Krieg nicht einmal für das letzte Mittel. Der Krieg ist ein Verbrechen. Und wer ihn für ein Mittel h