Beschluss

LINKE 2020 - DIE LINKE stark machen

Beschluss des Parteivorstandes vom 6. und 7. Mai 2012

Der Parteivorstand beschließt den anhängenden Text.

Entsprechend dem Beschluss des Bundesausschusses wird der Parteivorstand den Diskussionsprozess mit den Landesvorständen fortsetzen und mindestens zwei Mal im Jahr den Bundesausschuss zum Thema LINKE 2020 informieren.

DIE LINKE stark machen

DIE LINKE hat sich auf Initiative des Bundesfinanzrates und des Parteivorstandes mit ihrer eigenen Parteientwicklung befasst. Nachdem eine Projektgruppe über neun Monate eine Bestandsaufnahme – den Abschlussbericht LINKE 2020 - erarbeitet und vorgelegt hatte, fand ein fünfmonatiger Diskussionsprozess statt, in dem aus allen Landesverbänden Stellungnahmen und/oder Zielvereinbarungen erarbeitet und miteinander diskutiert wurden. Einbezogen wurden auch die Stellungnahme des Gesamtbetriebsrates und des Bundesausschusses. Im Ergebnis dieses Prozesses wird (mit Hinweis auf viele interessante Beispiele aus der Partei) festgehalten:

Mitgliederpartei

DIE LINKE will eine Mitgliederpartei sein. Damit verbindet sie zwei Ansprüche: Zum einen will sie über ihre Mitglieder authentisch Kenntnisse über die Gesellschaft, über die Konflikte und Probleme, erhalten. Zum anderen will sie über ihre Mitglieder in die Gesellschaft hineinwirken. Gerade eine linke Partei, die keine Stellvertreterpolitik will und nicht die Macht über Medien hat, die demokratische Veränderung durch die Gewinnung neuer Mehrheiten erreichen will, die darauf setzt, dass Menschen sich selbst organisieren und die Politik nicht auf das Parlament begrenzt, muss darauf orientieren, viele Mitglieder zu gewinnen und ihre Mitglieder als wichtigste Ressource zu betrachten.

Dabei verkennt DIE LINKE nicht, dass insgesamt immer weniger Menschen in Parteien (überhaupt in Großorganisationen) eintreten und dass die Skepsis gegenüber Parteien zugenommen hat. Das politische Interesse ist zwar immer noch breit vorhanden, aber es sucht sich häufig neue Bewegungsformen, ist kurzfristiger, projektorientierter und oft thematisch gebunden. Die Parteiarbeit der LINKEN muss dementsprechende Mitmachangebote entwickeln, die besonders jungen Leuten Andockmöglichkeiten an die Partei erlauben.

Beispiele: enge Kooperation mit der jeweiligen Jugendstruktur (wie in Sachsen, Brandenburg und Hamburg), Mitmachen-Broschüre in Niedersachsen und Sachsen, Telefonaktionen in Sachsen, "Linksaktive" und Projekt "Neue Formen der Mitgliederwerbung testen" in Brandenburg, Mitgliederkampagne Baden-Württemberg

Weil DIE LINKE mehr als andere Parteien über ihre Mitglieder politisch wirksam sein will, ist sie in besonderer Weise auf aktive, engagierte und motivierte Mitglieder angewiesen. Dem steht entgegen, dass viele Mitglieder ihre Partei als Ort von zermürbenden Konflikten, und persönlichen Streitigkeiten erleben. Nach den ersten Jahren der Mitgliederzuwächse leidet die Partei unter den Austritten von enttäuschten und vom Parteialltag erschöpften Mitgliedern. Nicht nur Frauen sind von zu langen Sitzungen mit wenigen Ergebnissen und durch Eitelkeiten geprägte Debatten entnervt. Diesen Zustand fortzusetzen kann sich die Partei nicht leisten. Wer den Wert der Solidarität auf seine Fahne geschrieben hat, kann nur glaubwürdig sein, wenn er Solidarität in den eigenen Reihen praktiziert. DIE LINKE soll eine Solidargemeinschaft sein, in die jedes Mitglied das einbringt, was es einbringen kann und will. Für neue Mitglieder soll der Einstieg erleichtert werden durch – auch temporäre - Mitmachangebote und Hinweise zur politischen Bildung.

Beispiele: "Prozessumgestaltung im LV Sachsen – wie arbeiten und diskutieren wir gemeinsam?" Maßnahmen des Ausschusses zur Umsetzung des Gleichstellungskonzeptes, Projekt" Förderung des kulturellen Lebens" ("Wohlfühlpartei") in Brandenburg

Kampagnenfähigkeit

Die Kampagnenfähigkeit stellt vorwiegend Anforderungen an die politischen Leitungen der Partei. Der Erfolg hängt davon ab, ob eine Kampagne politisch einen gesellschaftlich akuten Widerspruch aufgreift, Bündnispartnerinnen und -partner einbezieht, ein Thema auf den Punkt bringt und in der Mitgliedschaft unmittelbar einleuchtet. Er hängt auch davon ab, wie eine Kampagne vorbereitet ist, ob sie von einem Kampagnen-Team gemeinsam ausgearbeitet ist, ob ausreichend Materialien zur Verfügung gestellt werden, wie sicher sich die Mitglieder in der Argumentation fühlen, dass ein messbares Ziel gesetzt wird und dass am Ende Bilanz gezogen wird. DIE LINKE hat viele und einige gute Erfahrungen mit Kampagnen.

Gute Beispiele sind: die meisten Wahlkampagnen der Partei, die Mindestlohnkampagne, die Erfahrungen der SP als Bewegungspartei in den Niederlanden; Projekt Kampagnen und Intranet in Brandenburg

Demokratische Willensbildung

Die Mitglieder der LINKEN wünschen sich allenthalben mehr Beteiligung, aber nicht durch längere Sitzungen und weitere Räume für Vielredner. Beteiligungsorientierung setzt anregende Vorgaben durch Vorstände voraus und dass viele zu Wort kommen und gehört werden. Dazu gehören Mitgliederentscheide mit tatsächlichen Wahlmöglichkeiten, eine Kultur der Willensbildung, die Methoden breiter Ideenfindung erlaubt und dass politische Konflikte unter Vermeidung persönlicher Verletzungen ausgetragen werden.

Gute Beispiele dafür sind: Kreisvorsitzendenkonferenzen, viele Basiskonferenzen, Programmkonvent, Tools zur Meinungsbildung wie die virtuelle Programmdebatte, viele Veranstaltungen der politischen Bildung, der Aktionsrat in Sachsen, Kommunikationsservice und Videokonferenzen in Brandenburg, Projekt "interne Solidarkoordination" in Schleswig-Holstein.

Finanzen

Transparenz ist das oberste Gebot aller Finanzarbeit in der LINKEN. Jedes Mitglied hat ein Recht zu wissen, wofür seine Beiträge und Spenden verwendet werden. Dann lässt sich auch leichter über Beitragsehrlichkeit sprechen. Eine ordentliche Finanzplanung und Finanzabrechnung ist Aufgabe der Vorstände auf allen Ebenen. Wie bei der Mitgliederentwicklung benötigen die Vorstände mindestens einmal im Quartal die nötigen Informationen und Auswertungen. All dies ist in den Zielvereinbarungen festgelegt.

Da die Beiträge die wichtigsten Einnahmen sind, muss jedes Mitglied sensibilisiert werden, seinen Beitrag entsprechend der Beitragstabelle und regelmäßig zu zahlen. Viele Mitglieder zahlen ihren Beitrag bereits nach der Beitragstabelle und tragen damit zu hohen Durchschnittsbeiträgen bei. Es wäre aber wünschenswert, wenn künftig alle Mitglieder gemäß Beitragstabelle zahlen würden. Wo das nicht der Fall ist, muss wenigstens eine schrittweise Erhöhung der Beiträge erreicht werden. Gespräche über Beiträge sind keine einfache Sache, ein kleines Kommunikationstraining dafür ist aber gut investiert, vor allem, wenn dabei gute Erfahrungen weitergegeben werden, dann werden Erfolge nicht ausbleiben. Fast alle Landesverbände haben in den Zielvereinbarungen angegeben, wie sie ihre Beitragseinnahmen entwickeln wollen.

Neben den Beiträgen sind Spenden eine weitere wichtige Einnahmequelle. Hier sollten alle Möglichkeiten der projektbezogenen Spendeneinwerbung genutzt werden. Im Laufe des Jahres 2012 sind ein Spenden- und ein Fundraisingkonzept für die Partei zu beschließen.

Beispiele: Klar fixierte Ziel einer schrittweisen Erhöhung der Beiträge in Hessen und NRW, Postkarte aus Niedersachsen: "Meine Partei ist mir einen Euro mehr wert!", Kampagne "10 Euro solidarisch im Landesdurchschnitt" in Baden-Württemberg

Geschäftsstellen

DIE LINKE hat in den Landesverbänden verschiedene Erfahrungen mit der Struktur von Geschäftsstellen gemacht. Die Strukturen sind organisch gewachsen (z.B. starke Kreisstrukturen oder aufgabenbezogene Strukturen). Es gibt sehr starke Argumente dafür, die Strukturen aufgabenbezogen – unter Einbeziehung des Ehrenamtes - zu organisieren, denn flächenbezogene Strukturen führen bei einem Rückbau zu immer größeren Flächen, die von den verbliebenen Hauptamtlichen zu bearbeiten sind, zu einem ständigen Arbeitszuwachs für die Beschäftigten und bedeuten häufig ein-Mann- bzw.- ein-Frau-Büros, in denen Arbeitszeiten, Stellenbeschreibungen und Urlaubsansprüche schwer zu realisieren sind. Andrerseits gibt es gewachsene Strukturen von Kreis- oder anderen flächenbezogenen Geschäftsstellen, die für das organisatorische Gerüst der Partei vor Ort unerlässlich sind. Mindestausstattungen sind in den Zielvereinbarungen für die Landesverbände definiert worden und im Laufe des Jahres zusammen mit dem Instrument der Zielvereinbarungen zu evaluieren.

Beispiele: die guten Erfahrungen mit einer aufgabenbezogenen Struktur in Sachsen-Anhalt (Konzepte von 2008 und 2009), die Geschäftsstellenorganisation in Sachsen mit Mindestanforderungen an Wahlkreisbüros, Arbeit an einem Geschäftsstellenkonzept Berlin, Beschluss zur Strukturentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern.

Personalentwicklung

Die Personalentwicklung hat mehrere Facetten: DIE LINKE braucht Personalentwicklung in Form einer systematischen Nachwuchsförderung. Dazu soll eine Personaldatenbank für Ämter aufgebaut werden. Diese Aufgaben liegen in Verantwortung der Bundes- und Landesgeschäftsführungen.

Die Unterstützung von Kandidatinnen und Kandidaten sowie von Kommunalpolitikerinnen und -politikern ist eine weitere Aufgabe, die im Bereich der politischen Bildung angesiedelt ist und dort der Koordinierung (in Kooperation mit der BAG Kommunalpolitik) unter Nutzung der Angebote der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Kommunalpolitischen Foren bedarf.

Die Entwicklung des hauptamtlichen Personals der Partei bedarf dringend einer größeren Kooperation. Die Wünsche gehen hier bis zu einer zentralen Personalverwaltung und einem gemeinsamen Personalfonds. Dagegen gibt es den Einwand, dass die Personalhoheit da liegen sollte, wo sie ausgeübt wird. Möglicherweise könnten gemeinsame Personalpools von benachbarten Landesverbänden eine Option sein.

In jedem Fall sollen Möglichkeiten des unkomplizierten Wechsels zwischen verschiedenen Aufgabengebieten der Partei gefunden werden, eine Angleichung von Aufgaben- und Stellenbeschreibungen ist nötig und eine Personalentwicklung, die hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt fördert und qualifiziert. Die Verantwortung dafür liegt in bei den Personalverantwortlichen in Bund und Land. Entsprechend dem Wunsch des Gesamtbetriebsrates sollen mit den Beschäftigten territoriale Beschäftigtenversammlungen durchgeführt werden.

Gute Beispiele liegen aus Sachsen vor (Personalentwicklungskonzepte I und II) sowie die Vernetzung der Bürgermeister/innen und Dezernent/inn/en), Ideenpool in Brandenburg, Mentoringprogramme, Praktika

Zielvereinbarungen als Mittel der Organisationsentwicklung

Erstmals werden im Jahr 2012 für den Länderfinanzausgleich Zielvereinbarungen eingesetzt. Dabei wurden die Größe des Landesverbandes, die Mitgliederanzahl und das Vorhandensein von Landtagsfraktionen beachtet. Alle Zielvereinbarungen wurden von den Landesverbänden selbst entworfen, die Organisationshoheit blieb und bleibt in jedem Fall bei den Landesverbänden. Viele Landesverbände haben die Gelegenheit genutzt, Organisationsziele zu formulieren und den Parteivorstand mit der Vereinbarung in die Pflicht zur Unterstützung ihrer Organisationziele zu nehmen. Die Arbeit mit den Zielvereinbarungen ist bis zum nächsten Länderfinanzausgleich zu evaluieren.

Beispiele für Zielvereinbarungen als Organisationsentwicklung: Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, NRW, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Sachsen).

LV Thüringen hat keine Zielvereinbarung vorgelegt, weil sie bis Herbst alle Organisationsfragen auf den Prüfstand gestellt haben und eine Vereinbarung der Diskussion vorgreifen würde.

Maßnahmen der Bundesgeschäftsstelle zur Unterstützung der Gliederungen bei der Erreichung der Organisationsziele:

1. Mitglieder halten und gewinnen

Die Bundesgeschäftsstelle unterstützt die Kreisverbände bei der Gewinnung und Pflege von Mitgliedern durch die folgenden Maßnahmen:

  1. Empfehlungen zur Mitgliedergewinnung
  2. Mitgliedergewinnung als Bestandteil jeder Kampagne
  3. Empfehlung zum Mitglieder halten, einschließlich Begrüßungsfaltblatt (unter Nutzung der Beispiele aus Sachsen und Niedersachsen)
  4. Erstellung von Quartalsberichten über Mitgliederzahlen
  5. Struktur der Mitgliederverantwortlichen aufbauen
  6. Mediation, Konfliktschlichtung anbieten

Zuständig in der Bundesgeschäftsstelle ist der Bereich Kampagnen/Parteientwicklung.
V.: Bundesgeschäftsführer/in

2. Kampagnenfähigkeit herstellen

Dazu werden die folgenden Schritte unternommen:

  1. Überarbeitung Kampagnenleitfaden
  2. Wiederbelebung/ Neujustierung von "linkaktiv" im Zusammenhang mit der Wahlkampfvorbereitung

Zuständig in der Bundesgeschäftsstelle sind die Bereiche Kampagnen/Parteientwicklung und Bürgerdialog, Medien, Öffentlichkeit.
V.: Bundesgeschäftsführer/in

3. Verbesserung der Kommunikation

  1. Kommunikationskonzepte und Medienkonzept Die politischen Schwerpunktthemen der Partei werden mit verbindlichen Kommunikationskonzepten zu untersetzt. Hier wird z.B. festgelegt, welche Zielgruppen mit welcher Botschaft und Tonalität angesprochen werden sollen und welche Kommunikationsmittel dazu verwendet werden. Die Informationsflut und eine begrenzte Aufnahmekapazität der Bürger/innen und der Mitglieder führen dazu, dass eine klare Schwerpunktsetzung in der Kommunikation notwendig wird.
    Der Parteivorstand verfügt über ein breites Spektrum an Kommunikationsmitteln, über die sich auch die Mitglieder informieren können. Es ist wichtig, die Funktionen und Zielgruppen der Kommunikationsmittel genau zu definieren. Insbesondere die digitale Kommunikation bedarf besonderer Aufmerksamkeit und Überarbeitung. Dem Parteivorstand wird ein Publikationskonzept vorgelegt. Auf der Bundesebene beschäftigt sich die Steuerungsgruppe Kommunikation mit der Erarbeitung von Kommunikations- und Medienkonzepten.
    V.: Bundesgeschäftsführer/in und Steuerungsgruppe Kommunikation
  2. Die Marke DIE LINKE
    Die Marke DIE LINKE feiert in diesem Jahr ihr fünfjähriges Bestehen. Es soll Bilanz gezogen werden über die Entwicklung der Marke im Zeitraum seit dem Gründungsparteitag und über die heutige Performance der Partei. Eine Überprüfung der Markenstrategie ist in Auftrag gegeben und wird mit den Landesgeschäftsführer/innen bzw. Landeswahlkampfleiter/innen diskutiert.
    Die Identität mit der Partei kann dadurch zum Ausdruck kommen, dass man die Zugehörigkeit nach außen sichtbar macht. Mit Mediaservice wird der Online-Shop in Bezug auf Funktionalität und Inhalte, d.h. Merchandising-Artikel überarbeitet und regelmäßig evaluiert. Zuständig in der Bundesgeschäftsstelle ist der Bereich Bürgerdialog, Medien, Öffentlichkeit.
    V.: Bundesgeschäftsführer/in
  3. Arbeit am Mitgliedermagazin
    Die Arbeit am Mitgliedermagazin wird in Abhängigkeit von der Entscheidung des Bundesausschuss weiter vorangetrieben und bei positiver Entscheidung mit digitaler Kommunikation sowie Feedback-Elementen verbunden werden. Zuständig sind die Projektgruppe, der Redaktionsbeirat und die Redaktion und werden darin vom Bereich Bürgerdialog/Medien/Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.
    V. Bundesgeschäftsführer/in bzw. Redaktionsbeirat
  4. Online-Communities
    Verschiedene Angebote im Social Web geben Mitgliedern die Möglichkeit, in Echtzeit digital mit der Partei zu kommunizieren. Auf Bundesebene müssen wir uns im Hinblick auf das Jahr 2013 personell in diesem Bereich besser aufstellen. Die Präsenz in sozialen Netzwerken, der Umgang mit Chats und Blogs und das Erstellen und Einbinden multimedialer Inhalte muss zum Standard auf allen Gliederungsebenen werden. Im Wahlkampf 2013 müssen die Angebote der Parteigliederungen reibungslos funktionieren und möglichst aufeinander abgestimmt und verlinkt sein. Das ist Teil der Arbeit der Steuerungsgruppe Kommunikation im Jahr 2012.
    Überarbeitung der Präsenzen in Facebook, Google+, Flickr und Youtube, Entscheidung über Weiterführung der Community Linksaktiv im Rahmen der Wahlkampfvorbereitung.
    Prüfung und Nutzung neuer digitaler Kommunikationswege (z.B. Etherpad) in der Parteiarbeit.
    Zuständig in der Bundesgeschäftsstelle ist der Bereich Bürgerdialog/Medien/Öffentlichkeitsarbeit.
    V. Bundesgeschäftsführer/in
  5. Bürger/innen- und Mitgliederdialog
    Interaktive Elemente auf der Homepage des Parteivorstandes, wie etwa Chat-Sprechstunden von Parteivorstandsmitgliedern, Mitgliederhotline - ist bereits unter der Nummer 030-24009-555 geschaltet. Eine Hotline –Bürgertelefon - für alle Interessierten an unserer Partei ist geschaltet unter der Nummer 030-24009-999 und wird im KIZ beantwortet. Die zentralen Inhalte der Rückmeldungen von Mitgliedern, aus der Bürger/innenpost und -anrufen und dem Social Web werden im Rahmen der monatlichen Kommunikationsberatungen – bei Bedarf auch aktuell - mit den BGF kommuniziert.
    Zuständig in der Bundesgeschäftsstelle ist der Bereich Bürgerdialog/Medien/Öffentlichkeitsarbeit.
    V. Bundesgeschäftsführer/in

4. Politische Bildung

  1. Unterstützung des Konzepts der Mitgliederpartei

    1. Bindung an die Partei/Mitglieder halten: Ausbau der systematischen Angebots von Neumitgliederseminaren (Mitgliederseminaren) in den Ländern, eine zentrale Teamenden-Qualifikation 2012 – Start der Grundlagenbildung mit zwei Pilotreihen DIE LINKE 1 (mit Elementen elektronischen Lernens)
    2. Mitgliederqualifikation: Erstellung eines Seminarkonzepts "Einführung in das Programm der LINKEN", zwei zentrale Teamenden-Qualifikationen 2012

  2. Aufbau und Festigung von Bildungsstrukturen

    1. Unterstützung der Länder beim Aufbau ihrer Landesbildungs-Strukturen: 2012 sollen Landesbildungsstrukturen in Bayern und Berlin aufgebaut werden, die Sommerakademien der LINKEN in Sachsen wird unterstützt
    2. Ausbau und Unterstützung der Bildungsarbeit in den Kreisen durch zwei Regionaltreffen der Bildungsverantwortlichen 2012, zwei Seminare für Bildungsverantwortliche 2012
    3. Bildungsnetzwerk: Regelmäßige Herausgabe des Bildungs-Newsletter, Aktive der innerparteilichen Bildungsarbeit werden regelmäßig über Aktivitäten und Angebote der PolBil direkt informiert, im November 2012 soll es einen Bildungstag geben

  3. Unterstützung der organisationspolitischen Stabilisierung

    1. Vorstandsmitglieder: Zwei zentrale Teamenden-Qualifikationen (in Zusammenarbeiten mit LaVos und Kommission-Politische-Bildungs-Mitglieder der Länder) 2012 zum Seminar-Konzept "Erfolgreiches Arbeiten im Vorstand", Durchführung des Seminars in Landesverbänden auf Anforderung – Eine Teamenden-Qualifikation 2012 "Frauen fit für den Vorstand" (Für Vorstandsmitglieder und potenzielle Kandidat/innen)
    2. Kreisvorsitzende: Seminare für Kreisvorsitzende, darunter bei Bedarf eines für Frauen im Jahr 2012
    3. Besondere Qualifikationen 2012: Frühlingsakademie, vier Elgersburger Seminare, zwei Seminare zum Themenbereich Geschlechterpolitik/Feminismus

  4. Unterstützung von Kampagnen und Mitgliederwerbung, das Bestellseminar "Aktive Mitgliedergewinnung vor Ort" kann angefordert werden

Zuständig in der Bundesgeschäftsstelle ist der Bereich Politische Bildung gearbeitet.
V.: Bundesgeschäftsführer/in und Kommission Politische Bildung

5. Verbesserung der Nachwuchsförderung

Das bereits beschlossene Konzept des Parteivorstandes zur Nachwuchsförderung wird weiterentwickelt. Auf die folgenden Maßnahmen wird ein besonderes Augenmerk gelegt:

  1. Auswertung und Weiterentwicklung des Mentoringprogamms
  2. Vernetzung von ehemaligen PraktikantInnen
  3. Angebot von Ausbildung in der Bundesgeschäftsstelle
  4. Aufbau eines Netzwerkes von InteressentInnen für kommunale Wahlfunktionen
  5. Unterstützung der Länder bei eigenen Maßnahmen der Nachwuchsförderung
  6. Koordinierung mit Partnern wie RLS und Kopofo

Zuständig in der Bundesgeschäftsstelle ist der Bereich Kampagnen/Parteientwicklung und die Personalreferentin. Dabei wird die enge Abstimmung mit dem Jugendverband gesucht.
V.: Bundesgeschäftsführer/in.

6. Neuauflage des Roten Ordners

Der Rote Ordner soll aktualisiert und neu aufgelegt werden, sowohl in einer Druck- als auch in einer Onlineversion.

Zuständig in der Bundesgeschäftsstelle sind die Bereiche Kampagnen/Parteientwicklung (federführend) und Bürgerdialog/Medien/Öffentlichkeitsarbeit.
V.: Bundesgeschäftsführer/in

7. Weitere Maßnahmen zur Parteientwicklung

  1. Evaluation des vorhandenen Kreisverteilers (unter Nutzung der Vorüberlegungen aus Sachsen) und Aufbau eines Kreisvorstandsverteilers zur Kommunikation mit den Mitgliedern der Kreisvorstände
  2. Begrüßungspaket (mit Roter Ordner) mit Glückwunschreiben des Parteivorstandes an alle Neugewählten bis Ende 2012
  3. Erarbeitung von Vorschlägen für politische Projekte auf der Kreisebene

Zuständig in der Bundesgeschäftsstelle ist federführend der Bereich Kampagnen/Parteientwicklung.
V.: Bundesgeschäftsführer/in

8. Stabilisierung der Finanzen

  1. Erarbeitung und Abschluss von Zielvereinbarungen mit den Landesverbänden
  2. Unterstützung bei der Organisation von Kommunikationstrainings für eine erfolgreiche Gesprächsführung zur satzungsgerechten Beitragszahlung
  3. Erarbeitung eines Spenden- bzw. Fundraisingkonzeptes
  4. Vorschläge zum Erbschaftsmanagement
  5. Die Anwender/innen auf Bundes, - Landes- und Kreisebene des MGL4web werden bei Bedarf zum Datenschutz, Finanzierung der Partei und zum MGL4WEB geschult.

Zuständig in der Bundesgeschäftsstelle sind der Bereich Finanzen und das Büro des Bundesschatzmeisters.
V.: Bundesschatzmeister

9. Erarbeitung eines Personalentwicklungskonzeptes

DIE LINKE braucht ein Personalentwicklungskonzept, das sich

  1. mit den Perspektiven der hauptamtlich Beschäftigten der Partei DIE LINKE beschäftigt.
    Zuständig in der Bundesgeschäftsstelle ist der Bereich Finanzen und die Personalreferentin.
    V: Bundesgeschäftsführer/in in Verbindung mit dem Bundesschatzmeister.
  2. mit einer systematischen Nachwuchsarbeit, der Unterstützung von KandidatInnen, KommunalpolitikerInnen, Mandats- und FunktionsträgerInnen beschäftigt.
    V: Bundesgeschäftsfüher/in

10. Mitgliederbeteiligung ausbauen

Es sind Beteiligungsformen zu erschließen, die die Mitgliedschaft an der Politikentwicklung aktiv beteiligen, direkte Demokratie stärken sowie den Dialog der Mitgliedschaft zu inhaltlichen Fragen ermöglichen. Im Rahmen der Wahlkampfvorbereitung werden Beteiligungsmodelle erarbeitet.
V.: Bundesgeschäftsführer/in