Aufruf

Mach mit! Gemeinsam Stuttgart 21 stoppen!

Aufruf des Geschäftsführenden Parteivorstandes vom 29. November 2010

Sonnabend, 11. Dezember 2010, 14 Uhr, Stuttgart Hauptbahnhof

DIE LINKE fordert alle Mitglieder der Partei und alle engagierten Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der Demonstration gegen das Milliardengrab Stuttgart 21 zu beteiligen. Am 11. Dezember 2010 heißt es, gemeinsam mit den Menschen in und um Stuttgart zu protestieren um Ministerpräsident Mappus und Kanzlerin Merkel zum Umdenken zu zwingen.

Stopp Stuttgart 21 bedeutet Protest gegen den Sozialabbau:

Wenn einerseits bei Familien mit Kindern, HARTZ IV-Empfängerinnen und -empfängern, Rentnerinnen und Rentnern gekürzt wird, wenn die Gesundheit des Einzelnen nur noch ein Kostenfaktor ist, wenn den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in die Lohntüte gegriffen wird, dann muss auch die Frage beantwortet werden, wieso Bund und Land Milliarden in solche Großprojekte investieren können.

Stopp Stuttgart 21 heißt für mehr Demokratie und die Rechte der Bürgerinnen und Bürger kämpfen:

Eine Mehrheit der Menschen in Bund, Land und in Stuttgart lehnt den Bau von "Stuttgart 21" ab. DIE LINKE fordert einen Volksentscheid. Es kann und darf nicht sein, dass sich CDU, FDP und ihre Verbündeten in der Wirtschaft nun hinter Formalien verschanzen, die für die allermeisten Menschen nicht transparent sind. Der Bürgerwille ist eindeutig und wird von der Landesregierung mit Polizeiknüppeln und Wasserwerfern missachtet!

Stopp Stuttgart 21 heißt sich für flächendeckenden Nahverkehr einsetzen:

Die völlig unkalkulierbaren Kosten gehen zur Lasten der Infrastruktur andernorts, wo die Deutsche Bahn seit Jahren den örtlichen Nahverkehr ausdünnt. Mittel für den Regionalverkehr wurden für "Stuttgart 21" umgeleitet: Der dringend erforderliche Ausbau des Bahnhofs Mannheim, der Lärmschutz für die Rheintalstrecke und der zweigleisige Ausbau der "Gäubahn" zwischen Horb und Tuttlingen werden ebenso unwahrscheinlich, wie die dringend notwendige Elektrifizierung der Strecke zwischen Ulm und Friedrichshafen.

Stopp Stuttgart 21 heißt Kampf gegen ökologische Schäden:

Aufheizung des Stadtklimas, Verlust von Biotopflächen und bedrohten Tierarten, Absenkung des Grundwassers durch die geplanten Tunnelbauten und Gefährdung der Stuttgarter Mineralwasservorkommen – Die Liste der Folgen von "Stuttgart 21" für Mensch und Umwelt ist nicht absehbar.

Für eine soziale Alternative im Parlament und auf der Straße! DIE LINKE.