BAG Tierschutz

Gründungserklärung

Es kommt Bewegung in einen lange festgefahrenen Diskurs. Debatten über einen "Veggie Day", also mindestens einen fleischfreien Tag in der Woche, haben einen Bundestagswahlkampf mitbestimmt. Aus den Bundesländern kommen politische Initiativen, bestimmte besonders grausame Praktiken in der Tierhaltung, wie z.B. das betäubungslose Schnabelkürzen und Kastrieren, das Töten männlicher Küken in der Zucht von "Legehennen", zu verbieten. Vermehrt bilden sich Basisinitiativen zur Verhinderung geplanter gigantischer Mastanlagen und Schlachtfabriken. Zoos müssen sich für ihre Praxis des "Artenschutzes" rechtfertigen. Ob Tiere nicht bloß schutzbedürftig und zugleich den menschlichen Interessen nachgeordnet, sondern Subjekte von Rechten sind, gegenüber denen moralische Pflichten bestehen, wird in den Feuilletons und großen Magazinen diskutiert. Ein Sachbuch über Tierrechte landet unter den Top Ten der Beststeller-Liste. Agrarverbände und Handelsketten reagieren mit "Tierschutzsiegeln" und "Tierwohl"-Initiativen auf zunehmende Kritik und zugleich expandiert die vegan-vegetarische Angebotspalette in den Supermarktregalen. Tierschutzpolitik ist aktueller denn je. ... weiterlesen