Rosemarie Hein

Gemeinschaftsschule - eine Schule für alle Kinder

Der Parteivorstand der Partei DIE LINKE hat sich auf seiner gestrigen Sitzung mit bildungspolitischen Zielen befasst. Dazu erklärt das Mitglied des Parteivorstandes Rosemarie Hein:

DIE LINKE will sich mit den allseits bekannten Defiziten in der Bildung nicht abfinden und hat Zielstellungen und Wege für ein Umsteuern skizziert. Handlungsbedarf sieht der Parteivorstand auf allen Bildungsebenen von der frühkindlichen Bildung bis zur Weiterbildung. Darum sollen bildungspolitische Fragen in den Wahlkämpfen 2009 eine wichtige Rolle spielen. DIE LINKE setzt auf die Verzahnung von Bildungs- und Sozialpolitik. Insbesondere soll die frühkindliche Bildung als uneingeschränkter Rechtsanspruch vom ersten Lebensjahr an gewährleistet werden. In der allgemeinbildenden Schule muss es einen Perspektivenwechsel geben, der sich sowohl auf Fragen der Schulstruktur als auch auf eine grundlegende Reform der Lehr- und Lernkultur bezieht. Die von der SPD präferierte Abschaffung der Hauptschule allein reicht nicht aus.

DIE LINKE strebt eine demokratische Umgestaltung der Schule zu einer Gemeinschaftsschule an, in der alle Kinder und Jugendlichen gemeinsam lernen und individuell gefördert werden. Niemand soll frühzeitig ausgegrenzt werden. Wir wollen, dass jede und jeder die Möglichkeit hat, wenigstens den Abschluss der zehnten Klasse zu erreichen und mehr Jugendliche als bisher das Abitur ablegen. Darüber hinaus sollen andere Wege zur Erlangung der Hochschulreife stärker entwickelt und ausgeweitet werden.

DIE LINKE setzt sich dafür ein, dass Hürden für den Zugang zur Hochschule abgebaut und der Zugang zum Masterstudium für alle erleichtert wird. Wir wollen, dass das Recht auf allgemeine, politische und berufliche Fort- und Weiterbildung gesichert wird. Wir wollen die Professionalität der dualen Berufsausbildung erhalten und qualifizieren und sehen dafür vor allem die Unternehmen in der Pflicht. Für notwendig erachtet DIE LINKE eine grundlegende Reform der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern sowie Erzieherinnen und Erziehern.

Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die öffentlich finanziert werden muss. Darum wendet sich DIE LINKE gegen eine offene oder schleichende Privatisierung in allen Bildungsbereichen.