Niema Movassat und Fabian Bünnema

Gerechtes Bildungssystem statt neoliberaler Lösungen!

Bundeskanzlerin Merkel lässt sich heute vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Rüttgers das Bildungssystem in NRW zeigen. Dazu erklären Niema Movassat, jugendpolitischer Sprecher im Parteivorstand, und Fabian Bünnemann, Landessprecher Linksjugend ['solid] – nrw:

Die Bundeskanzlerin kann sich in Nordrhein-Westfalen ein Bildungssystem anschauen, dass sich in einem vorbildlichen neoliberalen Umbauprozess befindet. Kopfnoten, Zentralabitur und Turbo-Abitur: So selektiert Schule noch besser – eine ihrer Hauptaufgaben im Kapitalismus. Der Anteil an Privatschulen steigt stetig. Genauso wie der Einfluss der Bertelsmann-Stiftung auf das Bildungssystem. Und statt das mehrgliedrige Schulsystem endlich abzuschaffen und eine Schule für Alle zu errichten, wird auf die "Stärkung der Hauptschulen" und einen absolut unzureichenden Ausbau von Ganztagsschulen gesetzt.

Wir sagen NEIN zu diesem Umstrukturierungsprozess. Unser Ziel ist die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems und eine Schule für Alle! In dem von uns geforderten Bildungssystem ist kein Platz für Selektion. "Eine Schule für Alle" bedeutet ein gemeinsames Lernen von stärkeren und schwächeren SchülerInnen, Menschen mit und ohne Behinderung in kleinen Klassen. Wir sagen eben falls NEIN zu einem Bildungssystem, wo immer mehr Schülerinnen und Schüler auf Privatschulen gehen und das Studieren immer mehr Geld kostet. Aber wir sagen JA zur kostenfreien und guten Bildung für Alle.