Klaus Ernst

Kein Zurück zu Lehrlingszeiten

Als eine unglaubliche Frechheit bezeichnete Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Partei DIE LINKE die Forderungen des Bundesverbandes Mittelständischer Wirtschaft nach einem Leistungslohn für Auszubildende:

Die deutschen Unternehmen stehlen sich seit Jahren aus der Verantwortung nach ausreichenden und guten Ausbildungsplätzen. Zugunsten steigender Gewinne wurden Investitionen in die Zukunft und das eigene Personal vernachlässigt. Die Forderung Ohovens nach Lehrlingsgeld und Leistungslohn für Auszubildende treibt diese Entwicklung auf die Spitze: um Profit erarbeiten zu können, sollen die jungen Menschen vorher Geld zahlen. Das ist eine unglaubliche Frechheit.

Wenn BVMW-Präsident Ohoven eine Rückkehr zum Lehrlingsgeld fordert, dann hat er damit das Lehrlingssystem der 50er im Kopf, in dem die Auszubildenden ihrem Meister fast sklavenartig untergeordnet waren. Dank Lehrlingsbewegung und gewerkschaftlich erkämpfter Mitbestimmung sind diese Zeiten vorbei. Auszubildende haben das Recht, einen Beruf zu erlernen – die Investitionen in Ausbildung machen sich auch für die Unternehmen schnell bezahlt.