Bundesweite Beratung zur Bildungspolitik: Ziel bleibt eine Schule für alle Kinder

DIE LINKE tritt für umfassende Lernmittelfreiheit sowie kostenfreie Schülerbeförderung und Schulspeisung ein, da Gebühren für Schulbücher oder Mittagessen eine gleichberechtigte Bildungsteilhabe zunehmend verhindern und immer mehr Kinder und Jugendliche ausgrenzt werden.

Ziel der LINKEN bleibt die Gemeinschaftsschule. "Die aktuellen Entwicklungen in mehreren Bundesländern hin zu einem Zwei-Säulen-Schulsystem haben mit diesem Ansatz wenig zu tun, denn hier werden Kinder weiter aussortiert. Nur mit einer vollständigen Überwindung kann der sozialen Ungleichheit wirkungsvoll begegnet werden", so die Brandenburger Landtagsabgeordnete der LINKEN und Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Bildungspolitik Gerrit Große. Nur in einer Schule für alle Kinder könne jedes einzelne Kind umfassend berücksichtigt werden. Was von konservativer Seite derzeit als "Einheitsschule" diffamiert werde, sei in Wirklichkeit ein Weg zu mehr individueller Förderung und Vielfalt.

Wie auch schon in Hessen und Niedersachsen tritt DIE LINKE mit ihrem klaren bildungspolitischen Profil zur Wahl in Hamburg an. Da allein auf parlamentarischem Wege eine solch umfassende Schulreform nicht zu erreichen ist, suchen die bildungspolitisch Aktiven der LINKEN auf allen Ebenen die enge Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und sozialen Bewegungen. So sind Mitglieder der Partei in Hamburg beispielsweise in der Volksinitiative "Eine Schule für alle" aktiv. In NRW wird gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und anderen eine Konferenz zum gleichen Thema organisiert.

Bildungspolitik soll ein Schwerpunkt der Partei bleiben. Darauf verständigten sich die Mitglieder der Koordinierungsgruppe der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Bildungspolitik der Partei und Sprecherinnen und Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaften jetzt in Berlin. Bundesweit hat die BAG mehrere Hundert Mitglieder. Die nächste Beratung findet am 1. und 2. März 2008 statt.