Rosemarie Hein

Qualifizierter pädagogischer Nachwuchs ist von gesamtgesellschaftlichem Interesse

Die Verweigerung des Masterzuganges für Lehramtsstudierende an der Humboldt-Universität ist eine fatale Fehlentscheidung, erklärt Rosemarie Hein, Mitglied des Parteivorstandes der Partei DIE LINKE. Hein weiter:

Wer gute Qualität schulischer Bildung  will, braucht mehr gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer. Nach einem Bachelor-Abschluss hat man diese Befähigung noch nicht. Man mag zum Bachelor-Master-System stehen wie man will, für ein  Lehramt an Schulen ist der Masterabschluss unerlässlich. Vor dem Hintergrund des öffentlich angekündigten drohenden Lehrermangels ist darum die Verweigerung des Masterzuganges für Lehramtsstudierende kurzsichtig und fahrlässig.

Die Humboldt-Universität ist sich ihrer Verantwortung für qualifizierten pädagogischen Nachwuchs offensichtlich nicht bewusst. DIE LINKE erwarten von den Hochschulen ein Umdenken in dieser Sache und die Bereitstellung einer ausreichenden Zahl Masterstudienplätze.

Eine gute Personalausstattung an den Schulen liegt jedoch auch im gesamtgesellschaftlichen Interesse. DIE LINKE fordert darum einen zusätzlichen Hochschulpakt für die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern. Ein entsprechender Antrag liegt dem Bundestag seit Juni dieses Jahres vor.