Nele Hirsch

Wer hat, dem wird gegeben

Der Bundestag hat heute eine BAföG-Erhöhung und ein nationales Stipendienprogramm beschlossen. DIE LINKE kritisiert das Stipendienprogramm deutlich und findet die BaföG-Erhöhung viel zu gering. Nele Hirsch, Mitglied im Geschäftsführenden Parteivorstand der Partei DIE LINKE, erklärt:

DIE LINKE kämpft dafür, dass alle Studieninteressierten unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern ein Studium aufnehmen können. Die Bundesregierung beschreitet mit ihrem nationalen Stipendienprogramm den entgegengesetzten Weg. Es folgt dem Motto "Wer hat, dem wird gegeben". Nachweislich werden von den geplanten Stipendien insbesondere Studierende aus bildungsnahen Elternhäusern profitieren. Das ist unsozialer und bildungspolitischer Unfug.

Das Geld für das nationale Stipendienprogramm wäre für eine umfassende BaföG Reform besser genutzt. Die BaföG-Novelle der Bundesregierung stellt nur einen ersten kleinen Schritt dar. Nur wenn es zu einer Erhöhung um mindestens 10 Prozent der Bedarfssätze und Freibeträge kommt, können alle ohne Notwendigkeit eines Nebenjobs studieren.