BAG Bildungspolitik

Einleitung zur Beratung

Begrüßung im Namen des Sprecherteams

Liebe Genossinnen und Genossen, ich begrüße euch im Namen des Sprecherteams zu unserer 2. Beratung der BAG-Bildungspolitik in Berlin.

Wir freuen uns, dass Prof. Dr. Matthias von Saldern von der Uni Lüneburg, Kollegen Lothar Sack, Vorsitzender der GGG (Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule und längeres gemeinsames Lernen) und Kollegen Robert Giese, Schulleiter der Fritz-Karsen-Gesamtschule (Pilotprojekt Berlin) unserer Einladung gefolgt sind. Wir begrüßen sie herzlich.

Die Tagesordnung ist bekannt. Gibt es Zusätze?

Gestattet eingangs einige Bemerkungen zur Lage in der BAG Bildungspolitik.

Mit der Gründung der Partei DIE LINKE war auch eine Neugründung der BAG Bildungspolitik notwendig geworden. Das geschah auf der 1. Bildungspolitischen Konferenz in Hamburg Ende 2007. Wir haben dort auch jene Punkte beschlossen, die im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen sollten.

Danach begann die Neugründung von Landesarbeitsgemeinschaften in den Ländern. Das ist heute vollzogen. Außer Bayern (i.G) haben wir in allen anderen Ländern LAG. Viele neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter wurden  in unsere nunmehr gemeinsame Arbeit einbezogen.

Wichtig war in diesen Prozess die Ausklärung inhaltlicher bildungspolitischer Fragen.

Heute sind die LAG von ihren Landesverbänden anerkannt und haben ihre bildungspolitischen Positionen ausgearbeitet, die teilweise von Parteitagen, meist von Landesvorständen beschlossen wurden. Das ging nicht ohne Probleme vor sich.
 
Entsprechend dem Statut der Partei wurden wir auf Antrag als bundesweiter Zusammenschluss, als BAG Bildungspolitik, anerkannt. Der Gedanke, dass wir ein bundesweiter Zusammenschluss sind, muss noch stärker bewusst werden.

Auch international gab es Kontakte mit den bildungspolitischen Sprechern der Parteien der EL. Das gemeinsame Manifest haben wir in der ZLB veröffentlicht.

Das waren 1 ½  Jahre angestrengter, aber erfolgreicher Arbeit, an denen Ihr aktiv mitgewirkt habt. Herzlichen Dank dafür.

Auf der ersten Beratung der BAG haben wir unsere Aufgaben und Arbeitsweise diskutiert und die Sprecher der BAG gewählt. Die LAG sind auf vielfältige Weise aktiv geworden und haben in Wahlkämpfen Bildungspolitik nach vorn gebracht. Bildungspolitik ist heute zu einem Top-Thema geworden.

Auf Tagungen und Konferenzen wurde überdies mit breiter Kreis von interessierten Pädagogen, Eltern, Schüler, Wissenschaftler, Studenten, Gewerkschafter u.a. über unsere bildungspolitischen Ansichten und Forderungen diskutiert. Eins ist heute klar: DIE LINKE tritt für die in Hamburg beschlossene Orientierung ein, insbesondere auf schulpolitischem Gebiet für längeres gemeinsames Lernen in einer Schule für all und das bundesweit in allen Bundesländern. Wer hätte das vor einem Jahr gedacht?

Wir haben als Sprecherteam und in der Koordinierungsgruppe diesen Prozess, so gut es ging, unterstützt. Entsprechend  dem Auftrag der 1.Bildungspolitischen Konferenz haben wir Beschlüsse für den Parteivorstand ausgearbeitet und unsere bildungspolitische Arbeit koordiniert.

So hat der Parteivorstand zur frühkindlichen Bildung Stellung genommen. Es lief ja auch in einigen Bundesländern eine Kampagne dazu. Auf der Grundlage des Beschlusses wurde eine Broschüre ausgearbeitet und kam bundesweit zum Einsatz.

So auch zum längeren gemeinsamen Lernen, zu schulpolischen Positionen zur Gemeinschaftsschule. Auch hier liegt es eine Broschüre vor. (Schon erste Überarbeitung)

So auch zu Leitlinien der Ausbildungspolitik. Eine Broschüre dazu ist in Arbeit.

Und wir haben dazu Arbeitskreise auf Bundesebene gebildet mit Mitgliedern der BAG. Neu ist der Arbeitskreis Weiterbildung, der nunmehr ein Papier zu bildungspolitischen Forderungen auf diesem Gebiet ausarbeitet.

Wir können heute sagen, dass wir die Neugründung und die inhaltliche Arbeit im Wesentlichen gut verbunden haben. Heute verfügen wir auf wichtigen Feldern der Bildungspolitik über Beschlüsse des Parteivorstandes und der Landesvorstände, über Positionen und ausgearbeitete bildungspolitische Alternativen und Forderungen. Auch für Wahlprogrammaussagen (EU-Wahl und Bundestagswahlprogramm ) wie zum Entwurf für ein neues Programm der Partei haben wir bildungspolitische Positionen ausgearbeitet.

Vor uns steht wohl jetzt die Aufgabe über ein bildungspolitisches Gesamtkonzept der LINKEN nachzudenken und auch die theoretischen Positionen für linke Bildungspolitik weiter auszuarbeiten

Eine bestimmte Rolle spielte bei allem auch die Zukunftswerkstatt linke Bildungspolitik. (ZLB)  Wir konnten mit der ZLB den inhaltlichen Klärungsprozess unterstützen. Dank allen, die mitgearbeitet haben. Das ND war da kaum eine Hilfe. Wichtig erscheint uns, dass unser Heft alle Mitglieder der LAG und der BAG erreicht und auch zunehmend von jenen gelesen wird, die uns nahe stehen.

Im Zentrum unserer inhaltlichen Arbeit standen die schulpolitischen Anforderungen an die Gemeinschaftsschule. Wie geht das mit dem längeren gemeinsamen lernen? Dazu haben wir auch Hefte der ZLB herausgebracht, eigentlich enthält jede Ausgabe etwas zu dem Thema. Begrüßt werden die Berichte aus den Ländern. Auch ein Sonderheft haben wir theoretischen Fragen gewidmet. Wichtig war auch die Hilfe bei der Auseinandersetzung mit dem sog. 2-Säulen- Modell.  Mitarbeit und kritische Begleitung der ZLB sind erwünscht.

Jetzt treten 2 Fragen mehr und mehr in den Mittelpunkt:

  1. Was muss geschehen, um den Inhalt dessen, was Schule vermittelt genauer zu bestimmen. (Einheit von Inhalt und Struktur)
  2. Auf welchen Wegen erreichen wir unser Ziel?

Das ist unser Thema heute, was wir gemeinsam diskutieren wollen. Ich bitte Professor von Saldern um seinen Vortrag.