Zum 10. Deutschen Seniorentag

Bericht der LAG Senioren in Nordrhein-Westfalen

Die BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V., Bonngasse 11 in 53111 Bonn ) veranstaltet alle 3 Jahre den Deutschen Seniorentag, diesmal fand der Deutsche Seniorentag vom 3. bis zum 5. Mai 2012 unter dem Motto "JA ZUM ALTER", mit angeschlossener Messe SenNova in Hamburg statt.

In verschiedenen Podiumsdiskussionen und Foren wurden eine Vielzahl von Themen angesprochen und behandelt. Von Altersarmut bis Zähne ein Lebenlang, also von A bis Z waren die Themen weit gefächert.

In seinem Grußwort zum Deutschen Seniorentag wies Klaus Ernst ausdrücklich darauf hin, dass das Jahr 2012 für die älteren Bürgerinnen und Bürger mit einer schlechten Nachricht begonnen hat. Die seit Jahren diskutierte Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre ist seit Jahresanfang in Kraft. Das hört sich für viele Menschen nicht dramatisch an. Doch die Auswirkungen sind schon heute spürbar. Wer das reguläre Renteneintrittsalter nicht erreicht, muss schon heute mit höheren Rentenabschlägen rechnen. Diese Entwicklung wird sich von Jahr zu Jahr verstärken.

Für die Partei DIE LINKE ist die Rente erst mit 67 kein Beitrag zur Generationengerechtigkeit, sondern ein Rentenkürzungsprogramm für alle Beschäftigten. Angesichts der Lage auf dem Arbeitsmarkt - nur etwa zehn Prozent der 64-jährigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Die Anhebung des Renteneintrittsalters kann von der der Partei DIE LINKE nicht hingenommen werden.

Aber nicht nur die Probleme der gegenwärtigen Situation der Seniorinnen und Senioren, sondern auch die Fragen der Zukunft sollten uns beschäftigen. Ja zum Alter!" - wie der Seniorentag zu Recht fordert - heißt auch, "Nein zur Altersarmut!" zu sagen. Die Gesellschaft steht diesbezüglich vor einem immensen Problem. Für viele Mitgliedsverbände der BAGSO steht das Thema Altersmut schon heute im Zentrum ihrer Arbeit. Die Partei DIE LINKE wird weiterhin - auch im Bündnis mit den Organisationen der BAGSO - dieses riesige gesellschaftliche Problem der Altersarmut thematisieren und versuchen, ein noch sensibleres Bewusstsein in der Gesellschaft dafür schaffen. Alternativen zur gegenwärtigen Politik gibt es: Wiederherstellung der Rentenformel und eine solidarische Mindestrente oberhalb der Armutsgrenze. Wir können in unserer Gesellschaft generell keine Armut akzeptieren, aber vor allem keine Armut, die zwei gesellschaftliche Gruppen betrifft: Kinder und Seniorinnen und Senioren. Deshalb benötigen wir, sofern die gesetzliche Rente kein Leben in Würde absichert, eine solidarische Mindestrente.

Der Seniorentag ist ein wichtiges Forum, um all die Chancen, aber auch die immensen Probleme einer alternden Gesellschaft zu diskutieren und daraus Forderungen an die Bundesregierung und die Parteien zu formulieren. Die Menschen benötigen nicht die Politik, um zu altern. Das schaffen sie allein. Die Menschen benötigen die Politik - und zwar eine sozial gerechte um allen ein würdevolles Leben im Alter zu sichern.

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Seniorinnen und Senioren LAG Senioren NRW war mit einer Delegation auf dem 10. Deutschen Seniorentag und der angeschlossenem Messe SenNova vertreten.

Der Stand der Arbeitsgemeinschaft der Senioren fand beim Publikum großen Anklang und wurde von mehreren Bundestagsabgeordneten besucht.

Am Donnerstag, dem 3. Mai, hat der Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Klaus Ernst, den Seniorentag und den Stand der AG besucht und hat in Gesprächen mit den Vertretern der Senioren AG seine Verbundenheit mit den älteren Mitgliedern der Partei zum Ausdruck gebracht.

Leider konnte die Delegation aus NRW keine Bundestagsabgeordnete aus unserem Landesverband auf der SenNova begrüßen, wir hoffen zum nächsten Seniorentag, dass dieses nur ein einmaliges Versäumnis war.

Wilhelm Döll
Vorsitzender der LAG Senioren NRW