Sommertour 2013 - Tag 1

NSU-Mordserie und migrationspolitische Forderungen Themen am Beginn der Sommertour

Nach einer Pressekonferenz vor der Parteizentrale in Berlin brach Bernd Riexinger am Mittag Richtung Kassel auf. Ziel zu Beginn waren die Räume des FC Bosporus, dem ersten türkischen Fußballclub in Hessen mit einer Mädchenmannschaft. Bei einem Gespräch mit dem Vorsitzenden des Ausländerbeirats der Stadt Kassel, Mitgliedern der hessischen Landtagsfraktion der LINKEN und einem Vertreter des hessischen Flüchtlingsrates standen migrationspolitische Fragen im Mittelpunkt der Gespräche. Der Vorsitzende des Beirates, Kamil Saygin, berichtete aus dem Alltag der Kasseler Nordstadt, einem Stadtteil der viele Migrantinnen und Migraten beherbergt und gleichzeitig auch eine LINKE Hochburg ist. Hier zahlt sich die Präsenz der Partei aus.

Für Bernd Riexinger war eine Selbstverständlichkeit im Anschluss einen Kranz für die Opfer der NSU-Mordserie niederzulegen. Am Halit-Platz - benannt nach Halit Yozgat - einem der Opfer der rechten Mörderbande, legte der Parteivorsitzende einen Blumenkranz nieder und gedachte still den Opfern dieses beispiellosen Verbrechens. Fassungslos lässt einen diese Tat bis heute zurück, unvorstellbar nach wie vor, wie diese rechte Mörderbande jahrelang unbeirrt durch Deutschland ziehen konnte.

Am Abend diskutierte der Parteivorsitzende angeregt mit Rene Heilig (Redakteur neues deutschland) und Hermann Schaus (MdL aus Hessen), den Autoren von "Brauner Terror - Spitzeln, Schreddern, Staatsversagen" über die NSU-Mordserie und rechte Gewalt in Deutschland. Für Bernd Riexinger ist klar, der Verfassungsschutz muss als Geheimdienst aufgelöst werden. Bundesinnenminister Friedrich unterliegt einem Irrglauben, wenn er meint, diese auf dem rechten Auge blinde Behörde könne reformiert werden.

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