Bewährungsproben für die Unterschicht? - Soziale Folgen aktivierender Arbeitsmarktpolitik

Diskussionsabend mit prominenten Gästen im Berliner Pfefferberg

Zehn Jahre Hartz IV – Wie erleben die Betroffenen die Umsetzung der Arbeitsmarktreformen, die im Elitendiskurs als Erfolg gefeiert werden? Die empirische Studie des Soziologen Klaus Dörre und seines Autorenteams zeigt: Das neue Arbeitsmarktregime inszeniert die Erwerbslosigkeit als Wettbewerb, in dem die Starken den Schwachen diktieren, welches Leben sie zu führen haben. Auf Seiten der Leistungsempfänger provoziert dies eigenwillige Überlebensstrategien, die deutlich machen, dass die Mehrzahl der Erwerbslosen nicht wegen, sondern trotz strenger Zumutbarkeitsregeln nach Integration in reguläre, halbwegs sichere Beschäftigungsverhältnisse strebt. Am 30. Juli 2013, am Tag, als am Hamburger Arbeitsgericht die Freistellung der JobCentermitarbeiterin Inge Hannemann behandelt wurde, diskutierten über die Thesen von Prof. Klaus Dörre, über das Hartz-IV-Sanktionsregime und über Alternativen zu Hartz-IV Katja Kipping (MdB, Parteivorsitzende DIE LINKE), Inge Hannemann (Mitarbeiterin Jobcenter Hamburg). Es moderierte Karen Schierhorn (Friedrich-Schiller-Universität Jena).

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Teil 1: Einführungsvortrag von Prof. Klaus Dörre (36:18 Minuten) Video starten

Teil 2: Diskussionsrunde (47:18 Minuten) Video starten

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