Friedens- und entspannungspolitische Konferenz

Block III: Linke Alternativen für eine neue Friedenspolitik

Podium

Linke Alternativen für eine neue Friedenspolitik

Krieg ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Und wenn wir auf die kriegerischen Interventionen der letzten Jahrzehnte zurückschauen, lässt sich festhalten, dass sie alle an ihren selbstgesteckten Zielen gescheitert sind. Eine »pragmatische Position« muss von diesem Scheitern ausgehen. Linke Alternativen sind grundsätzlich: für friedliche Außenpolitik und für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung, die die geopolitischen und wirtschaftlichen Gründe von Kriegen überwindet. Zugleich müssen sie konkrete Alternativen bieten: Wie kann eine europäische Entspannungspolitik und eine globale Abrüstung aussehen? Wie müssten die globalen Institutionen verändert werden? Wie lassen sich Konflikte mit zivilen Mitteln lösen? Wie funktioniert eine nicht-freihandelsorientierte und wirklich ökologische »Entwicklungshilfe«?

  • Christine Buchholz
  • Wolfgang Gehrcke
  • Harald Wolf
  • Jürgen Wagner
  • Moderation: Tobias Pflüger

Workshop 1

Krisenprävention konkret: Ansätze linker Sicherheitspolitik mit nicht-staatlichen Akteuren und Zivilgesellschaft

Wir wollen starke zivile Kräfte für die Frieden! Was für konkrete Konzepte, was für praktische Beispiele einer friedlichen Konfliktlösung gibt es?

  • Maria Oshana
  • Jan-Philipp Vatthauer
  • Moderation: Jan Schlemermeyer

Workshop 2

Für eine gerechte Weltwirtschaft statt TTIP? Nicht-freihandelsorientierte Entwicklungspolitik

TTIP ist ein praktisches Beispiel für die Weltpolitik von Neoliberalismus und Freihandel. Die Entwicklungshilfe gehorcht allzu oft derselben Logik. Wo können Alternativen ansetzen?

  • Jürgen Maier
  • Niema Movassat
  • Moderation: Judith Benda

Workshop 3

Globale Friedensmacht? Strategien und Grenzen einer Reform der UN

Das Völkerrecht wird immer häufiger beiseite geschoben. Die Vergeltungsschläge für Terrorangriffe sind nicht rechtlich gedeckt. Ist das Völkerrecht mit seinen Institutionen am Ende? Wie kann es gestärkt werden und wie müssten die Vereinten Nationen dafür reformiert werden?

  • Albrecht von Lucke
  • Norman Paech
  • Moderation: Oliver Schröder

Workshop 4

Mach was wirklich zählt – gegen Werbekampagnen der Bundeswehr

Die Bundeswehr wirbt an Schulen und Hochschulen, die Zahl der »Kindersoldaten« unter 18 Jahren wächst auch in Deutschland. Aber gegen die Militarisierung von Bildungseinrichtungen gibt es Widerstand.

  • Janis Ehling
  • Thomas Haschke
  • Julius Zukowski-Krebs
  • Moderation: Anja Mayer

Workshop 5

Schluss mit Waffenexporten – Konversion der Rüstungsindustrie

Wenn wir Waffenexporte verbieten wollen, brauchen wir Alternativen für die Waffen­industrie: zivile und gesellschaftlich nützliche Produktion. Das ist auch im Interesse der Beschäftigten. Wie kann eine solche Konversion so funktionieren, dass die Betriebe demkokratisiert werden? Für die Beschäftigten und für Kommunen und Regionen sollen neue Zukunftsperspektiven entstehen. Wer kann Druck für eine solche friedliche und demokratische Produktion machen?

  • Heidi Scharf
  • Philipp Vollrath
  • Moderation: Lia Becker

Workshop 6

Schwarzbuch Bundeswehr. Kritik der strategischen Neuausrichtung der deutschen Sicherheitspolitik

Was verrät das neue »Weißbuch Bundeswehr« über die Zukunftsvorstellungen und Strategien der Bundesregierung? Was sind die nächsten Konflikte, wie werden die Einsätze legitimiert, welche Interessen definiert?

  • Erhard Crome
  • Thomas Mikan
  • Andreas Seifert
  • Moderation: Claudia Haydt

Im Rahmen der Veranstaltung "48 Stunden für den Frieden" der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Workshop 7

Immer mehr Blauhelme – aber immer weniger Frieden?

Blauhelm-Einsätze gelten oft als Alternative zum militärischen Eingreifen. Aber sind Blauhelme wirklich Friedensstifter? Analysen von Einsätzen und ihre Folgen liefern:

  • Firoze Manji
  • Peter Linke
  • Alain Rouiy
  • Moderation: Arndt Hopfmann (RLS)

Translation German-English; Übersetzung Deutsch-Englisch

Im Rahmen der Veranstaltung "48 Stunden für den Frieden" der Rosa-Luxemburg-Stiftung