Disput

Dennis Bard

25 Jahre, studiert Versorgungstechnik/Technische Gebäudeausrüstung in Trier und wohnt in Theley (Saarland). Aktiv im Jugendverband, organisierte mit das Red-Rock-Festival am 29. November in Blieskastel. Verbringt die Freizeit ansonsten mit Freunden auf dem Fußballplatz, im Kino oder zuhause mit guten Filmen und einem Pokerkoffer.

Was hat Dich in letzter Zeit am meisten überrascht?
Dass mich selbst in meiner tiefschwarzen Heimatgemeinde immer mehr Menschen mit »Weiter so« und »Ich wähle auch DIE LINKE, die sind unsere letzte Hoffnung!« ansprechen.

Was ist für Dich links?
Alles, was mit Solidarität, Toleranz, Frieden, sozialer Gerechtigkeit und Chancengleichheit zu tun hat.

Worin siehst Du Deine größte Schwäche, worin Deine größte Stärke?
Das sollten andere beurteilen. Aber ich versuch’s. Meine größten Stärken: Kontaktfreude und die Fähigkeit, fast alles mit Humor nehmen zu können. Die größte Schwäche: meine Unpünktlichkeit.

Was war Dein erster Berufswunsch?

Zoodirektor. Leider hat es bisher nur zum Zoo-Doku-Gucker und regelmäßigen Zoo-Besucher gereicht.

Wie sieht Arbeit aus, die Dich zufrieden macht?
Sie ist eine Mixtur aus Spaß, Sinn, dem Kontakt mit Kollegen und Kunden und einem angemessenen Lohn.

Wenn Du Parteivorsitzende wärst ...
... würde ich das Ganze wohl erst mal Oskar erklären müssen! Nein im Ernst, ich würde mir von den »Men in Black« dieses Blitzding ausleihen und bei allen Genossinnen und Genossen zum Einsatz bringen, damit wir alle ein für alle Mal vergessen, dass wir mal zwei Parteien waren!

Wann hast Du unlängst Solidarität gespürt?
Als sich bei den Demonstrationen gegen das Ende des Saarbergbaus nicht nur die Bergleute und ihre Familien beteiligten, sondern auch Saarländerinnen und Saarländer, die von den Grubenschließungen zwar nicht selbst betroffen sind, für die es aber eine Selbstverständlichkeit war, mit zu protestieren.

Wovon träumst Du?
Neben einer sozialeren, friedlicheren Welt auch ab und an von rosa Elefanten. Ich hoffe nur, dass mein erstgenannter Traum nicht genauso unrealistisch bleibt wie der mit den Elefanten.

Müssen Helden und Vorbilder sein?
Sie sind zwingend notwendig, damit sich Menschen an ihren orientieren und ihnen nacheifern können. Vorbilder tragen mit ihren guten Taten entscheidend dazu bei, dass Dinge wie Verantwortungsbewusstsein und Mitgefühl noch nicht ganz aus unserer Welt verschwunden sind.

Wann fühlst Du Dich gut?
Es gibt viele Momente ..., einige werde ich hier natürlich nicht nennen. Gut fühle ich mich, wenn es mir und den Menschen um mich herum gut geht, wenn die Sonne scheint, coole Musik im Radio läuft und wenn unsere politischen Gegner gerade nicht ganz so viel Spaß haben!

Wo möchtest Du am liebsten leben?
Ich bin sehr glücklich in meinem kleinen Heimatort Theley im wunderschönen Saarland. Und wenn ich da mal weg müsste, dann am liebsten nach Tholey – von da hat man einen wunderschönen Blick auf Theley!

Was bringt Dich zum Weinen?

Die Geschichten von Menschen, die an Hunger und Armut langsam zu Grunde gehen, wo Andere vor Reichtum und Überfluss fast platzen. Ebenso traurig machen mich Schicksalsschläge wie schlimme Krankheiten.

Welche Eigenschaften schätzt Du an Menschen besonders?
Ich bewundere Menschen, die sich völlig uneigennützig für andere einsetzen, selbst wenn sie sich dafür in Gefahr begeben müssen. So die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr.

Wie lautet Dein Lebensmotto?
Leben ist endlich. Lebe endlich! (Anke Maggauer-Kirsche)