Disput

Täglich Brot von der »Tafel«

Bundesweit gibt es mittlerweile 740 »Tafeln«, Tendenz steigend. Eine von ihnen besteht seit mehr als elf Jahren in der Kleinstadt Spremberg in der Lausitz.

»Was der Welt am meisten fehlt, sind Menschen, die sich mit den Nöten Anderer beschäftigen.« Diese Worte von Albert Schweitzer hat sich das Albert-Schweitzer-Familienwerk Brandenburg in sein Stammbuch geschrieben. Der gemeinnützige Verein entstand im Oktober 1999 aus den Vereinen »Netzwerk Kinder- und Jugendarbeit/-hilfe« und »Arbeitskreis Gesundheitsförderung Spree-Neiße«. Als seine wichtigste Aufgabe betrachtet er es, Familienhilfe anzubieten. Dafür bereibt er unter anderem ein Familienzentrum mit Beratung, Selbsthilfezentrum und Sozialakademie sowie Kindertagesstätten und einen Jugendtreff. Und er öffnet »Tafeln« in Spremberg (seit mehr als elf Jahren), in Luckau, Welzow und Cottbus. Dort können Bedürftige für einen symbolischen Obolus Lebensmittel, Dinge des persönlichen Bedarfs und ein Mittagessen erhalten. Es werden immer mehr Bedürftige: Hartz-IV-Bezieher/innen, Sozialhilfeempfänger/innen, Obdachlose, Geringverdienende, Frührentner, kinderreiche Familien, Alleinerziehende ... Allein in Spremberg stieg die Zahl der Kunden auf 3.100. In der Ausgabestelle und im »Tafelstübchen« in der Petrigasse 9 finden sie nicht allein ihr täglich Brot, dazu Konserven, Obst, Babynahrung, Seife ... Hier finden sie vor allem auch Respekt, Hilfe zum Leben und ein wenig Hilfe zur Selbsthilfe.

Unterstützt wird die »Tafel« durch Lebensmittelhändler und, in der Saison, Kleingärtner, durch zahlreiche Helferinnen und Helfer beim Transport und in der Organisation sowie durch Spenden.

Spremberger Tafel, 03130 Spremberg, Telefon/Fax: 03563 / 601436, Kontonummer: 3610900490, Sparkasse Spree-Neiße, Bankleitzahl 180 50000.